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	<title> Fracci&#243;n Trotskista Cuarta Internacional </title>
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		<title>Die Reaktion herrscht in der Ukraine</title>
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		<dc:creator>Baran Serhad</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
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		<dc:subject>Pol&#237;tica Internacional</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland </dc:subject>
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		<dc:subject>Europa del Este</dc:subject>
		<dc:subject>Ucrania</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Was in der Ukraine geschieht, ist die sch&#228;rfste geopolitische Krise seit Ende des &#8222;Kalten Kriegs&#8220;. Die Machteroberung der pro-imperialistischen Kiewer Putsch-Regierung hat einerseits einen internationalen Konflikt zwischen den imperialistischen M&#228;chten und der Regionalmacht Russland er&#246;ffnet, andererseits die &#246;konomische und politische Lage des Landes massiv ersch&#252;ttert.&lt;/p&gt;

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		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://ft-ci.org/local/cache-vignettes/L150xH73/arton8329-85eab.jpg?1697536920' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='73' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Was in der Ukraine geschieht, ist die sch&#228;rfste geopolitische Krise seit Ende des &#8222;Kalten Kriegs&#8220;. Die Machteroberung der pro-imperialistischen Kiewer Putsch-Regierung hat einerseits einen internationalen Konflikt zwischen den imperialistischen M&#228;chten und der Regionalmacht Russland er&#246;ffnet, andererseits die &#246;konomische und politische Lage des Landes massiv ersch&#252;ttert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der reaktion&#228;re B&#252;rgerInnenkrieg, der derzeit &#252;ber das Schicksal der Ukraine bestimmt, ist nichts als eine Katastrophe f&#252;r die ArbeiterInnenklasse. Die schwache Wirtschaft schrumpfte dieses Jahr um sieben Prozent, die nationale W&#228;hrung hat seit dem Beginn der Massenproteste 37 Prozent an Wert verloren, die Arbeitslosigkeit ist auf zehn Prozent gestiegen. Das Kiewer Parlament hat Ende Juli &#196;nderungen am Steuer- und Haushaltsgesetz verabschiedet, darunter die Einf&#252;hrung einer Kriegssteuer, radikale K&#252;rzungen bei den Sozialabgaben sowie Lohnk&#252;rzungen. So werden die &#8221;&#353;Anti-Terror-Operationen&#8220; gegen die Volksrepubliken finanziert und der zeitweise zur&#252;ckgetretene Arsenij Jazenjuk konnte sein Amt wieder aufnehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als halbkoloniales Land wurde die Ukraine schon vor den Massenprotesten am &#8221;&#353;Maidan&#8216; scharf von der kapitalistischen Krise getroffen. Die Proteste rund um den zentralen Kiewer Platz fanden vor dem Hintergrund von Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit der Jugend und Inflation sowie staatlicher Repression durch die korrupte und repressive Janukowitsch-Regierung statt. Die Ablehnung des Freihandelsabkommen mit der EU war schlie&#223;lich ihr Ausl&#246;ser. Illusionen der Bev&#246;lkerungen in wirtschaftliche Verbesserungen durch eine Ann&#228;herung an die EU waren Ausdruck der Passivit&#228;t oder der direkten Kollaboration der Linken mit der repressiven pro-russischen Regierung. Diese Illusionen sind angesichts des Kriegs und der Krise zerschlagen. In diesem Kontext war die Maidan-Bewegung aber nicht notwendigerweise von Beginn an faschistisch oder proimperialistisch, sondern Ausdruck einer sozialen und &#246;konomischen Massenunruhe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch die Kr&#228;fteverh&#228;ltnisse bestimmten letztendlich den Charakter des &#8221;&#353;Maidans&#8216;. Pro-westliche und faschistische Banden haben in einer Phase der Versch&#228;rfung der Massendemonstrationen und der staatlichen Repression ihren reaktion&#228;ren Einfluss ausgebaut und die F&#252;hrung &#252;bernommen. Das fiel ihnen leicht, zumal die Bewegung von Anfang an nicht von den ArbeiterInnen bestimmt war. Von einer revolution&#228;ren Vertretung der ArbeiterInnenklasse konnte zu keinem Zeitpunkt eine Rede sein. Die Intervention der Imperialismen tat ihr &#252;briges und unter dem Druck b&#252;rgerlicher, pro-westlicher Hegemonie wurde die Bewegung konterrevolution&#228;r.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Reaktion herrscht jetzt in der ganzen Ukraine. Die Kiewer Putsch-Regierung f&#252;hrt einen dreckigen nationalistischen Krieg auf Kosten der ArbeiterInnenklasse. Auf der einen Seite sehen wir die pro-westlich-imperialistische Front, die gemeinsam mit den OligarchInnen der Ukraine und faschistischen Kr&#228;ften die pro-russische Regierung zum Sturz brachte. Durch die Neuwahlen hat sie am 25. Mai selbst einen Oligarchen als Staatspr&#228;sident installiert. Auf der anderen Seite sehen wir das vollst&#228;ndig kapitalistisch restaurierte Russland, das auf seinen Einfluss in der Ukraine freiwillig nicht verzichtet. Doch die Regionalmacht Russland ist aufgrund ihrer wirtschaftliche Schw&#228;che weit davon entfernt, als imperialistische Macht zu agieren. Wesentliche Elemente dieser Schw&#228;che sind die Wirtschafts- und W&#228;hrungskrise seit Jahresanfang, die fehlende internationale Konkurrenzf&#228;higkeit der russischen Industrie und die Renten&#246;konomie.&lt;br class='autobr' /&gt;
Der Ausgang des ukrainischen B&#252;rgerInnenkriegs ist f&#252;r die deutsche Bourgeoisie von geopolitischer Bedeutung. Die wichtigsten Handelspartner der Ukraine sind Russland, China und Deutschland. Bei den Direktinvestitionen liegt Deutschland mit einem Gesamtvolumen von etwa 6,3 Mrd. US-Dollar auf Platz zwei. Kernbranchen sind Handel und Finanzen sowie die Automobilzuliefer-, Baustoff- und Logistikindustrien. Mehr als 1.000 deutsche Firmen sind in der Ukraine vertreten. Die Geopolitik des deutschen Imperialismus bedeutet, ihre bestehenden Hegemonieprobleme in der Au&#223;enpolitik &#8211; besonders im milit&#228;rischen Gebiet &#8211; mittels wirtschaftlicher St&#228;rke zu &#252;berwinden und ihre F&#252;hrungsposition in Europa zu konsolidieren. Die Ukraine ist zur Ausweitung der deutschen Einflusssph&#228;re im Osten ein wichtiges Mittel. Erinnern wir uns an die aggressiven au&#223;enpolitischen Aussagen von Gauck, Steinmeier und von der Leyen seit Antritt der Gro&#223;en Koalition: Sie alle propagierten einen souver&#228;nen Auftritt Deutschlands auf der Weltb&#252;hne. Vor allem seit der Sicherheitskonferenz 2014 werden diese hegemonialen Anstrengungen deutlich kommunziert. Eine Gelegenheit daf&#252;r bietet sich in der Ukraine.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dennoch ist Rolle der deutschen Bourgeoisie in der Ukraine weniger aggressiv als die der US-amerikanischen. Merkel und Steinmeier treten immer wieder vermittelnd zwischen der Ukraine und Russland auf. Die unterschiedlichen Interessen der Handels-, Energie- und Industriesektoren der deutschen Bourgeoisie traten aktuell in einem Streit zwischen dem exportorientierten &#8222;Handelsblatt&#8220; und der auf hegemoniale Ausdehnung ausgerichteten FAZ zu Tage, als es um die Abw&#228;gung zwischen guten wirtschaftlichen Beziehungen nach Russland und dem Ausbau der internationalen Einflusssph&#228;re ging. Das Scheitern der Diplomatie, die Aggression der USA und der Ausbruch des B&#252;rgerInnenkrieges in der Ukraine haben bereits Konsequenzen wie wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland hervorgerufen, die Teile der deutschen Wirtschaft beunruhigen &#8211; momentan strauchelt der DAX aufgrund der Unsicherheiten am Weltmarkt. Die deutsche Bourgeoisie hat somit eine erste qualitative Konfrontation mit seinen eigenen geopolitischen Interessen und Widerspr&#252;chen erlebt. Die weitere Strategie Deutschlands in der Ukraine wird auch vom Ausgang dieses Konfliktes abh&#228;ngen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Volksrepubliken Donezk und Lugansk&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Ostukraine ist das (schwer-)industrielle Zentrum der Ukraine. Rinat Achmetow ist der reichste Mann der Ukraine. Im Schatten der Staatsmacht und des Zusammenbruchs des staatlich kontrollierten Wirtschaftsmodells &#252;bernahm er die wichtigsten Minen der Donezk-Region. Er hat im Zuge der Proteste eine Anti-Volksrepublik-Position &#252;bernommen und zum milit&#228;rischen Aufstand gegen die Volksrepubliken aufgerufen. In der Ostukraine bildet die russischsprachige Bev&#246;lkerung teilweise die Mehrheit. Ein Grund daf&#252;r ist die Arbeitsmigration aus Sowjetunion in die Ostukraine, einhergehend mit dem industriellen Wachstum nach dem zweiten Weltkrieg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Verbot von Russisch in &#196;mtern, die Kollaboration mit faschistischen Banden und eingangs das St&#252;rzen der pro-russischen Regierung haben die nationalen Reibungen zwischen der ukrainischen und der russischen Bev&#246;lkerung versch&#228;rft. W&#228;hrenddessen versuchte die russische Regierung ihren Einfluss aufrecht zu erhalten. Das schwerindustrielle Zentrum der Ostukraine, die strategische Bedeutung der Krim, die eine aggressive Wende Russlands erforderte, sowie die Rohrleitungen f&#252;r Erd&#246;l und Erdgas sind wichtige Gr&#252;nde f&#252;r Russland, sich an die Ukraine zu klammern. Ein Verzicht auf die &#8221;&#353;Ukraine-Politik&#8216; Putins kommt also auch nach den versch&#228;rften Sanktionen der westlichen Imperialismen kaum in Frage.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Volksrepubliken wurden unter diesen Bedingungen mittels Referenden gegen die Kiewer-Regierung etabliert. Die pro-russischen Kr&#228;fte, die aus ehemaligen Staatsb&#252;rokratInnen, UnternehmerInnen, der F&#246;deration Ukrainischer Gewerkschaften (FPU) und GeheimdienstlerInnen bestehen, haben eine hegemoniale Rolle in der Ostukraine. Diese sogenannten Milizen st&#252;tzen sich auf Arbeitslose, bankrottes Kleinb&#252;rgertum, NationalistInnen aus Russland, Armeekr&#228;fte und SondereinsatzpolizistInnen der alten Regierung. Doch von einem konkreten russischen milit&#228;rischen Einsatz wie auf der Krim kann in der Ostukraine nicht die Rede sein. Die Spannungen, die sich aus einer russischen Annexion der Volksrepubliken mit dem Imperialismus ergeben w&#252;rden, w&#228;ren zu gewaltig. Deshalb hat Russland keine Invasion in die Volksrepubliken unternommen, obwohl es danach verlangende &#8221;&#353;Hilferufe&#8216; durch die ostukrainischen F&#252;hrungen gab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die wirtschaftliche Krise l&#246;ste eine starke Unruhe innerhalb der ArbeiterInnenklasse der Ukraine aus. Nicht gezahlte l&#246;hne, Steuererh&#246;hungen und staatliche Repressionen haben nichts als Elend f&#252;r die ArbeiterInnenklasse gebracht. Der nationalistische Kurs der Kiewer-Regierung und westlich orientierter OligarchInnen, in Zusammenarbeit mit den faschistischen Banden, gegen&#252;ber des russischen Teils der ArbeiterInnenklasse in der Ostukraine hat Proteste hervorgerufen. Besonders die Donezker BergarbeiterInnen demonstrierten mehrmals gegen die &#8221;&#353;Anti-Terror-Operationen&#8216;. Ein Grund daf&#252;r ist auch ihre organische Verbindung mit dem Gewerkschaftsverband FPU, der w&#228;hrend der Maidan-Proteste an der Seite der Janukowitsch-Regierung stand. Doch die b&#252;rgerliche Ordnung der Volksrepubliken bietet keine Klassenunabh&#228;ngigkeit der ArbeiterInnenklasse, sondern vielmehr eine Klassenkollaboration zwischen ArbeiterInnen und pro-russischen OligarchInnen. Wo die Privateigentumsverh&#228;ltnisse unangetastet bleiben und die Gewerkschaftsb&#252;rokratie russisch-nationalistische Propaganda treibt, k&#246;nnen wir nicht von einer progressiven Entwicklung reden. Zwar besitzen die Volksrepubliken gewisse Sympathien von Sektoren der ArbeiterInnenklasse, doch die Volksrepubliken werden aktuell nicht von einer Massenbewegung aufrecht erhalten, sondern nur von den pro-russischen Milizen; genausowenig k&#246;nnen die ArbeiterInnen in der Volksfront-Praxis eine politisch unabh&#228;ngige Rolle erlangen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die &#8221;&#353;Anti-Terror-Operationen&#8216; der Kiewer Regierung sind vor allem in ihrer j&#252;ngsten Phase erfolgreicher, und aktuell stehen die Volksrepubliken vor einer v&#246;lligen milit&#228;rischen Niederlage. Ihre Milizen haben Slawjansk und Kramatorsk verloren, Donezk wird belagert. Der Abschuss eines Passagierflugzeugs, wahrscheinlich durch Milizen, hat der &#8221;&#353;Anti-Terror-Operation&#8216; eine neue Dimension gegeben. Die Kiewer PutschistInnen hielt zwar eine Verhandlung mit den Volksrepubliken von Anfang an f&#252;r ausgeschlossen, die Milit&#228;r-Operationen haben sich aber jetzt weiter versch&#228;rft.&lt;br class='autobr' /&gt;
Auch die internen Widerspr&#252;che der Volksrepubliken wurden deutlicher erkennbar. W&#228;hrend ein Fl&#252;gel bereit zu Verhandlungen mit der Kiewer-Regierung steht, fordert ein anderer die Fortsetzung des Kampfes und die Angliederung an Russland. Aufgrund der Versch&#228;rfung der Milit&#228;r-Operationen und der innerlichen Widerspr&#252;che droht den Volksrepubliken das Ende. Gleichwohl: Wir stellen die Volksrepubliken nicht auf die qualitativ selbe Stufe wie die Kiewer Putsch-Regierung. Einerseits, weil die PutschistInnen mit den Imperialismen kollaborieren, andererseits weil sie den B&#252;rgerInnenkrieg mit ihrem nationalistischen Paradigma de facto hervorgerufen haben. Doch wir sch&#252;ren keine Illusionen in die Volksrepubliken, da sie die BergarbeiterInnen in der Ostukraine einer reaktion&#228;ren F&#252;hrung unterordnen. Ein Beispiel zur Illustration: Anstatt die ArbeiterInnen in der wichtigsten Industrieregion des Landes f&#252;r einen Generalstreik zu organisieren, der zum Einen den Vormarsch der ukrainischen Truppen aufhalten k&#246;nnte und zum Anderen ein erster Anhaltspunkt f&#252;r eine Verbr&#252;derung mit der ArbeiterInnenklasse in der Westukraine sein k&#246;nnte, beschr&#228;nken sich die F&#252;hrungen der Volksrepubliken auf eine milit&#228;rische Konfrontation auf dem R&#252;cken der Zivilbev&#246;lkerung. Hierdurch allein wird deutlich, dass es den Volksrepubliken nicht um eine Verteidigung der Lebensbedingungen der ArbeiterInnenklasse und der armen Massen geht, sondern um eine b&#252;rgerliche Neuaufteilung des Landes. Auch in der Ostukraine herrscht die Reaktion.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nur die Revolution kann den Dreck der Reaktion wegsp&#252;len!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem StellvertreterInnenkrieg d&#252;rfen sich Revolution&#228;rInnen nicht auf einer Seite des reaktion&#228;ren Konflikts positionieren. Die Klassenkollaboration sowohl im Westen als auch im Osten hat nichts als die Spaltung der ArbeiterInnenklasse hervorgerufen und die Position der faschistischen Banden und der OligarchInnen gest&#228;rkt. Die Aufgabe revolution&#228;rer MarxistInnen besteht im &#246;stlichen Raum darin, die reaktion&#228;re Regierungen sowohl im Westen als auch Osten der Ukraine zu bek&#228;mpfen, um das Proletariat vom Einfluss der zahlreichen b&#252;rgerlichen F&#252;hrungen zu befreien. Sie kann nicht auf morgen verschoben werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Stopp der Kriegsoperationen gegen die Ostukraine steht an erster Stelle unserer Forderungen: Der dreckige Krieg auf Kosten der ArbeiterInnenklasse muss ein Ende haben. Die Beendigung der &#8221;&#353;Anti-Terror-Operationen&#8216; ist auch eine Bedingung f&#252;r ein freiwilliges Zusammenleben der verschiedenen Volksgruppen in einer vereinten Ukraine. Die Angliederung an die EU oder Russland ist abzulehnen: Die Bedingungen der EU, wie Privatisierungen und Investitionsm&#246;glichkeiten der imperialistischen Bourgeoisien, halten das Land in wirtschaftlicher Abh&#228;ngigkeit. Auch die Angliederung von Staatsteilen an Russland bedeutet auf keinen Fall einen progressiven Ausgang der ArbeiterInnen in der Ostukraine, da das kapitalistische Regime Putins einerseits die wirtschaftliche Rezession des Landes nur auf Kosten der ArbeiterInnenklasse &#252;berwinden kann, andererseits seine Funktion als Regionalmacht weiterhin aufrechterhalten m&#246;chte und die Ukraine ebenfalls abh&#228;ngig halten wird. Eine einige, unabh&#228;ngige, sozialistische Ukraine als Perspektive kann nicht unter der Fuchtel von Imperialismen oder einer Regionalmacht stehen. F&#252;r ein friedliches Zusammenleben ist auch die staatliche Anerkennung aller Sprachen und das Ende jeder ethnischen und politischen Represssion durch Kiew unabdingbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alle linken Gruppen in der Ukraine brauchen in der Situation des reaktion&#228;ren&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;B&#252;rgerInnenkriegs und der gewaltsamen Unterdr&#252;ckung Solidarit&#228;t, da sie von schwerer Repression durch die Kiewer Regierung und FaschistInnen getroffen werden. Dar&#252;ber hinaus ist es aber die Pflicht revolution&#228;rer MarxistInnen, die Bedingungen f&#252;r einen progressiven Ausweg aufzuzeigen. Die Reduktion des Konflikts auf &#8221;&#353;Faschismus gegen Demokratie&#8216; f&#252;hrt in die Irre. Erstens ist die Praxis der Volksrepubliken die Volksfront, das hei&#223;t die Unterordnung der ArbeiterInnenklasse unter b&#252;rgerliche russisch-nationalistische Interessen, in der die Fabriken weiterhin den Bossen geh&#246;ren und zum Beispiel die BergarbeiterInnen selbst kein politisches Gewicht haben. Zweitens regiert in der Ukraine nicht der Faschismus, sondern die b&#252;rgerliche Reaktion, in deren Front faschistische Gruppen gegen Linke und ArbeiterInnen zum Einsatz kommen. Die in gro&#223;en Teilen der radikalen Linken zu vernehmende unkritische Unterst&#252;tzung Borotbas, die eine vers&#246;hnlerische und passive Position gegen&#252;ber den Volksrepubliken einnimmt, steht nicht auf dem Standpunkt der ArbeiterInnenklasse. Die Gr&#252;ndung einer unabh&#228;ngigen revolution&#228;ren Partei der ArbeiterInnenklasse in der Ukraine, die ein &#204;bergangsprogramm f&#252;r den progressiven Ausgang vertritt, ist zentral und muss mit dem antifaschistischen Kampf einhergehen. Vor dem Hintergrund der notwendigen Verteidigung gegen milit&#228;rische Angriffe muss ein sozialistisches Programm entwickelt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es muss das Nein zu Privatisierungen enthalten und gegen alle Formen von K&#252;rzungen und Entlassungen k&#228;mpfen, um den Schl&#228;gen gegen die ArbeiterInnen und die Massen entgegenzutreten. F&#252;r eine unabh&#228;ngige Ukraine ist dar&#252;ber hinaus die Streichung der Auslandsschulden, der Verstaatlichung der Banken, des Au&#223;enhandels und der wichtigsten Ressourcen der Wirtschaft notwendig, die in den Dienst der ArbeiterInnen und armen Massen gestellt werden m&#252;ssen. Um die Unabh&#228;ngigkeit von der Bourgeoisie zu schaffen, ist gerade in den Volksrepubliken die Bildung von ArbeiterInnenr&#228;ten in Fabriken n&#246;tig, die sowohl die Funktion der Kampforgane haben als auch die Funktion der Verwaltung auf der lokalen und regionalen Ebene. Diese Organe m&#252;ssen jederzeitige W&#228;hl- und Abw&#228;hlbarkeit von VerteterInnen in Leitungsfunktion haben und einen durchschnittlichen ArbeiterInnenlohn f&#252;r Leitungsfunktion&#228;re umsetzen. Die ArbeiterInnen vor Ort m&#252;ssen auch bewaffnet werden, um Osten wie im Westen f&#252;r eine vereinigte unabh&#228;ngige sozialistische Ukraine zu k&#228;mpfen und die zahlreichen b&#252;rgerlichen Fraktionen aus dem Land zu r&#228;umen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
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		<title>Turquia: A culpa &#233; do governo e da explora&#231;&#227;o patronal</title>
		<link>https://ft-ci.org/Turquia-A-culpa-e-do-governo-e-da-exploracao-patronal</link>
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		<dc:date>2014-05-21T16:49:00Z</dc:date>
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		<dc:language>pt_br</dc:language>
		<dc:creator>Baran Serhad, Suphi Toprak</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Asia</dc:subject>
		<dc:subject>Movimiento Obrero</dc:subject>
		<dc:subject>Actualidad</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject>Turqu&#237;a</dc:subject>
		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation/ Organiza&#231;&#227;o Revolucion&#225;ria Internacionalista), da Alemanha </dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Em 13/05, mais de 250 mineiros morreram em Soma, Turquia, na explos&#227;o de uma mina, e varias dezenas ficaram gravemente feridos. H&#225; centenas de trabalhador presos a 400 metros abaixo da terra. Pela grande cifra de trabalhadores ilegalizados no setor mineiro turco n&#227;o h&#225; uma n&#250;mero concreto de quantos mineiros seguem presos. Est&#225; claro que esta trag&#233;dia n&#227;o &#233; um acidente de trabalho, mas um massacre. O primeiro ministro Erdogan relativizou os mortos como v&#237;timas de um acidente &#8220;normal&#8221;, chamando a popula&#231;&#227;o a rezar e declarando um luto nacional de tr&#234;s dias. Logo que chegou a Soma, seu autom&#243;vel foi atacado por manifestantes e teve que se refugiar em um supermercado para fugir dos manifestantes enfurecidos.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://ft-ci.org/Analisis" rel="tag"&gt;An&#225;lisis&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://ft-ci.org/Turquia-119" rel="tag"&gt;Turqu&#237;a&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://ft-ci.org/RIO-Revolutionare-Internationalistische-Organisation-Deutscheland" rel="tag"&gt; RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation/ Organiza&#231;&#227;o Revolucion&#225;ria Internacionalista), da Alemanha &lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://ft-ci.org/local/cache-vignettes/L150xH84/arton7863-cdb93.jpg?1696131382' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='84' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Por Baran Serhad e Suphi Toprak (de RIO, Organiza&#231;&#227;o Revolucion&#225;ria Internacionalista, da Alemanha)&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Em 13/05, mais de 250 mineiros morreram em Soma, Turquia, na explos&#227;o de uma mina, e varias dezenas ficaram gravemente feridos. H&#225; centenas de trabalhador presos a 400 metros abaixo da terra. Pela grande cifra de trabalhadores ilegalizados no setor mineiro turco n&#227;o h&#225; uma n&#250;mero concreto de quantos mineiros seguem presos. Est&#225; claro que esta trag&#233;dia n&#227;o &#233; um acidente de trabalho, mas um massacre. O primeiro ministro Erdogan relativizou os mortos como v&#237;timas de um acidente &#8220;normal&#8221;, chamando a popula&#231;&#227;o a rezar e declarando um luto nacional de tr&#234;s dias. Logo que chegou a Soma, seu autom&#243;vel foi atacado por manifestantes e teve que se refugiar em um supermercado para fugir dos manifestantes enfurecidos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A pol&#237;tica neoliberal do regime turco tem sua express&#227;o nas condi&#231;&#245;es de trabalho altamente prec&#225;rias e um amplo setor da m&#227;o de obra barata. Pela falta de seguran&#231;a no trabalho, no ano passado morreram 1200 pessoas em acidentes de trabalho, entre eles nove mineiros de Soma. Uma reclama&#231;&#227;o dos partidos opositores no parlamento, em abril deste ano, pelas condi&#231;&#245;es de seguran&#231;a do trabalho em Soma foi recha&#231;ada pelo governo como &#8220;injustificada&#8221;. A empresa, anteriormente estatal, se tornou cada vez mais hostil aos trabalhadores no marco da nova onda de privatiza&#231;&#227;o neoliberal e de precariza&#231;&#227;o. Na mina de Soma existem catorze empresas subcontratadas. Muitos mineiros trabalham para estas empresas recebendo menos que um sal&#225;rio m&#237;nimo. Foi encontrado um jovem trabalhador de 15 anos entre os mortos. A Turquia esta em primeiro lugar na Europa com rela&#231;&#227;o as piores condi&#231;&#245;es de trabalho.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Por&#233;m tampouco devemos nos enganar e crer que um capitalismo mais &#8220;humano&#8221; pode oferecer melhores condi&#231;&#245;es aos trabalhadores, sobretudo em um pais semicolonial como a Turquia. Enquanto as condi&#231;&#245;es de trabalho seguirem sendo &#8220;um custo&#8221; para os capitalistas, morrer&#227;o trabalhadores para garantir seus lucros. Somente derrubando o capitalismo &#233; que os trabalhadores poder&#227;o ter condi&#231;&#245;es de trabalho realmente dignas e seguras.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Na quarta-feira aconteceram greves universit&#225;rias e manifesta&#231;&#245;es contra o governo em v&#225;rias cidades turcas. A demanda central do movimento de protesto &#233; a ren&#250;ncia do governo como respons&#225;vel pelo massacre. As grandes federa&#231;&#245;es sindicais DISK (Confedera&#231;&#227;o dos sindicatos oper&#225;rios revolucion&#225;rios), T&#252;rk-Is (Confedera&#231;&#227;o dos sindicatos oper&#225;rios da Turquia), KESK (Confedera&#231;&#227;o dos trabalhadores p&#250;blicos), TMMOB (Sindicato de arquitetos e engenheiros) e TTB (Sindicato turco de m&#233;dicos) chamaram manifesta&#231;&#245;es e na quinta feira 15/05 houve uma greve nacional de 24h. O hip&#243;crita governo turco decidiu por um luto nacional de tr&#234;s dias pelos acontecimentos enquanto suas m&#227;os est&#227;o banhadas no sangue de centenas de mineiros.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A crise do regime turco se acentua pela quest&#227;o social n&#227;o resolvida, pelos duros conflitos trabalhistas e pelos conflitos na burguesia. Apoiamos o movimento de protestos contra o governo. Mas opinamos que os sindicatos, para al&#233;m de greves simb&#243;licas de um dia, t&#234;m a tarefa de chamar a greve geral pol&#237;tica e por tempo indeterminado at&#233; que as minas sejam nacionalizadas sobre controle oper&#225;rio, que os ministros e o primeiro ministro respons&#225;veis pelo massacre renunciem. A burocracia sindical desempenhou um papel de freio nas lutas trabalhistas no auge nos &#250;ltimos meses. Isso significa: as lutas heroicas das massas oprimidas da Turquia, nas ruas e nas f&#225;bricas, desde o princ&#237;pio da rebeli&#227;o de Gezi, encontraram seus limites porque n&#227;o houve uma pol&#237;tica antiburocr&#225;tica e revolucion&#225;ria nos sindicatos, e nem interveio o movimento oper&#225;rio no movimento de massas por cima de acontecimentos isolados.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pelo contr&#225;rio, diante da crise do governo cada vez mais impopular por sua pol&#237;tica neoliberal, antidemocr&#225;tica e pr&#243;-imperialista, &#233; necess&#225;rio que o movimento oper&#225;rio se una aos jovens da pra&#231;a Taksim, com seus pr&#243;prios m&#233;todos de greve, piquetes e ocupa&#231;&#245;es de f&#225;bricas, para construir uma alternativa antiburocr&#225;tica e revolucion&#225;ria dos trabalhadores que derrube o governo e lute por uma sa&#237;da oper&#225;ria e popular para a crise.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="en">
		<title>Turkey: The government and exploitation by the employers are to blame</title>
		<link>https://ft-ci.org/Turkey-The-government-and-exploitation-by-the-employers-are-to-blame</link>
		<guid isPermaLink="true">https://ft-ci.org/Turkey-The-government-and-exploitation-by-the-employers-are-to-blame</guid>
		<dc:date>2014-05-20T18:39:12Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>en</dc:language>
		<dc:creator>Baran Serhad, Suphi Toprak</dc:creator>


		<dc:subject>Medio Oriente</dc:subject>
		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Actualidad</dc:subject>
		<dc:subject>Yosef M.</dc:subject>
		<dc:subject>Turqu&#237;a</dc:subject>
		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), from Germany </dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;On Tuesday, May 13, more than 250 miners died in Soma, Turkey, in a mine explosion; several dozen more were seriously injured. Hundreds of workers continue to be trapped in a mine 400 meters underground, with their lives endangered.&lt;/p&gt;

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		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://ft-ci.org/local/cache-vignettes/L150xH84/arton7860-d00e3.jpg?1696131382' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='84' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hundreds of miners dead&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Turkey: The government and exploitation by the employers are to blame&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;By Baran Serhad Suphi Toprak&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;On Tuesday, May 13, more than 250 miners died in Soma, Turkey, in a mine explosion; several dozen more were seriously injured. Hundreds of workers continue to be trapped in a mine 400 meters underground, with their lives endangered. Because of the large number of illegal workers in the Turkish mining sector, there is no concrete number of how many miners continue to be trapped. But it is clear that this tragedy is not a work accident but a massacre. Prime Minister Erdo&#287;an downplayed the deaths as victims of a typical accident, calling on the people to pray and declaring a three-day national period of mourning. After arriving in Soma, his car was attacked by demonstrators, and he had to take refuge in a supermarket, in order to flee from the infuriated demonstrators.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;The neo-liberal policy of the Turkish regime has its expression in highly precarious working conditions and a broad sector of cheap labor. Because of the lack of safety at work, last year, 1,203 people died from accidents at work, among them, nine miners from Soma. A complaint from opposition parties in Parliament, in April, last year, because of safety conditions at work in Soma was rejected by the government as &#034;unjustified.&#034; The formerly state-owned enterprise became increasingly hostile to the workers in the context of the new wave of neo-liberal privatization and job uncertainty. There are 14 subcontracted firms in the mine at Soma. Many miners were working for those firms for less than the 300 Euro minimum wage. A young illegal worker, 15 years old, was also among the dead. Turkey is in the first place in Europe as regards the worst conditions at work, and in third place internationally. It offers the workers only catastrophic conditions. But neither should one be misled and believe that a more &#034;humane&#034; capitalism could offer the workers better conditions, especially in a semi-colonial country like Turkey. As long as working conditions continue to be mere expense factors for the capitalists, workers will die for the capitalists' profits. Only by overthrowing capitalism will the workers be able to have really decent and safe working conditions.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;On Wednesday, university strikes and demonstrations against the government took place in several Turkish cities. The main demand of the protest movement is the resignation of the government as being responsible for the massacre. The big union federations DISK (Confederation of the Revolutionary Workers' Unions), T&#252;rk-&#304;&#351; (Confederation of the Workers' Unions of Turkey), KESK (Public Workers' Confederation), TMMOB (Union of Architects and Engineers), and TTB (Turkish Doctors' Union) called for demonstrations and for a one-day national strike on Thursday, May 15. The hypocritical Turkish government decided on a three-day national mourning period because of the events, while its hands are bathed in the blood of hundreds of miners.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;The crisis of the Turkish regime grows worse, because of the unresolved social question, harsh labor conflicts and conflicts among the bourgeoisie. We support the protest movement against the government. But we think that the unions, over and above symbolic one-day strikes, have the task of calling a political General Strike, of indefinite duration, until the mines are nationalized under workers' control, and the Ministers and the Prime Minister responsible have resigned. The union bureaucracy has played a role of a brake on the labor struggles on the rise in the most recent months. That means: the heroic struggles of the oppressed masses of Turkey in the streets and factories since the beginning of the Gezi rebellion encountered their limits because there was no anti-bureaucratic and revolutionary policy in the unions; nor did the workers' movement intervene in the movement of the masses, beyond isolated events.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;On the contrary, faced with the crisis of the increasingly unpopular government, because of its neoliberal, anti-democratic and pro-imperialist policy, it is necessary that the workers' movement join the young people of Taksim Square, with its own methods of strikes, picket lines and factory occupations, to build a workers' anti-bureaucratic and revolutionary alternative, that will overthrow the government and will fight for a workers' and people's solution to the crisis.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Hunderte Bergarbeiter in der T&#252;rkei gestorben</title>
		<link>https://ft-ci.org/Hunderte-Bergarbeiter-in-der-Turkei-gestorben</link>
		<guid isPermaLink="true">https://ft-ci.org/Hunderte-Bergarbeiter-in-der-Turkei-gestorben</guid>
		<dc:date>2014-05-16T16:37:26Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Baran Serhad</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Asia</dc:subject>
		<dc:subject>Movimiento Obrero</dc:subject>
		<dc:subject>Actualidad</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject>Turqu&#237;a</dc:subject>
		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland </dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Am Dienstag, den 13. Mai, kamen in Soma/T&#252;rkei mehrere hundert Minenarbeiter aufgrund der Explosion eines Umspannwerkes zu Tode, Dutzende weitere sind schwerverletzt. Immer noch befinden sich hunderte Arbeiter eingeschlossen in der Grube rund 400 Meter unter Tage. Die Zahl der Toten wird deshalb noch steigen. Aufgrund der hohen Zahl illegal Besch&#228;ftigter im t&#252;rkischen Bergbausektor gibt es keine konkrete Zahl &#252;ber die eingeschlossenen Minenarbeiter. Klar ist dennoch: Es ist eines der gr&#246;&#223;ten Massaker an der ArbeiterInnenklasse in der t&#252;rkischen Geschichte. Wir betrachten diese Trag&#246;die nicht als ein Arbeitsunfall, sondern als Massaker. Der Ministerpro&#228;sident Erdogan relativierte die Toten als Opfer eines normalen Unfalls, forderte die Menschen zu beten auf und erkl&#228;rte eine dreit&#228;tige Staatstrauer. Kurz darauf wurde sein vorbeifahrendes Auto von DemonstrantInnen mit F&#228;usten und F&#252;&#223;en angegriffen und er musste vor der w&#252;tenden Masse in einen Supermarkt fliehen.&lt;/p&gt;

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		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://ft-ci.org/local/cache-vignettes/L150xH75/arton7851-15a6f.jpg?1697536921' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='75' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Am Dienstag, den 13. Mai, kamen in Soma/T&#252;rkei mehrere hundert Minenarbeiter aufgrund der Explosion eines Umspannwerkes zu Tode, Dutzende weitere sind schwerverletzt. Immer noch befinden sich hunderte Arbeiter eingeschlossen in der Grube rund 400 Meter unter Tage. Die Zahl der Toten wird deshalb noch steigen. Aufgrund der hohen Zahl illegal Besch&#228;ftigter im t&#252;rkischen Bergbausektor gibt es keine konkrete Zahl &#252;ber die eingeschlossenen Minenarbeiter. Klar ist dennoch: Es ist eines der gr&#246;&#223;ten Massaker an der ArbeiterInnenklasse in der t&#252;rkischen Geschichte. Wir betrachten diese Trag&#246;die nicht als ein Arbeitsunfall, sondern als Massaker. Der Ministerpro&#228;sident Erdogan relativierte die Toten als Opfer eines normalen Unfalls, forderte die Menschen zu beten auf und erkl&#228;rte eine dreit&#228;tige Staatstrauer. Kurz darauf wurde sein vorbeifahrendes Auto von DemonstrantInnen mit F&#228;usten und F&#252;&#223;en angegriffen und er musste vor der w&#252;tenden Masse in einen Supermarkt fliehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die neoliberale Politik des t&#252;rkischen Regimes findet ihren Ausdruck in h&#246;chst prek&#228;ren Arbeitsverh&#228;ltnissen und einem breiten Niedriglohnsektor. Durch fehlende Arbeitssicherheit starben vergangenes Jahr 1203 Menschen bei Arbeitsunf&#228;llen,darunter schon einmal neun Minenarbeiter in Soma. Eine Anfrage um die Arbeitssicherheit in Soma von oppositionellen Parteien im April dieses Jahres im Parlament wurde von der Regierung als unbegr&#252;ndet abgelehnt. Das einst staatliche Unternehmen wurde im Zuge der neuen neoliberalen Privatisierungs- und Prekarisierungswelle immer arbeiterfeindlicher. In diesem Bergwerk in Soma gibt es 14 Leiharbeitsfirmen. Viele Minenarbeiter haben &#252;ber Leiharbeitsfirmen f&#252;r weniger als den Mindestlohn von umgerechnet 300 Euro gearbeitet. Auch ein illegal besch&#228;ftigter 15-j&#228;hriger Minenarbeiter war unter den Toten. Die T&#252;rkei befindet sich mit den schlechtesten Arbeitsbedingungen in Europa auf dem ersten und weltweit auf dem dritten Platz. Sie bietet den ArbeiterInnen nur katastrophale Bedingungen. Aber man darf sich auch nicht der Illusion hingeben, dass ein &#8220;humanerer&#8221; Kapitalismus den ArbeiterInnen bessere Bedingungen bieten w&#252;rde, vor allem nicht in einem halbkolonialen Land wie der T&#252;rkei. Solange die Arbeitsbedingungen blo&#223;e Kostenfaktoren f&#252;r die KapitalistInnen bleiben, werden ArbeiterInnen f&#252;r die Profite der KapitalistInnen sterben. Nur durch den Sturz des Kapitalismus werden die ArbeiterInnen wirklich w&#252;rdige und sichere Arbeitsbedingungen erlangen k&#246;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Mittwoch fanden in mehreren St&#228;dten der T&#252;rkei Sutreiks an Universit&#228;ten und Demonstrationen gegen die Regierung statt. Die zentrale Forderung der Protestbewegung ist der R&#252;cktritt der Regierung als Verantwortliche des Massakers. Die gro&#223;en Gewerkschaftsverb&#228;nde D&#304;SK(Konf&#246;deration der revolution&#228;ren Arbeitergewerkschaften), T&#252;rk-&#304;&#351; (Konf&#246;deration der Arbeitergewerkschaften der T&#252;rkei), KESK (Konf&#246;deration der im &#246;ffentlichen Dienst besch&#228;ftigten Arbeiter), TMMOB (Gewerkschaft der Architekten und Ingenieure) und TTB (T&#252;rkische &#196;rztegewerkschaft) haben zur Demonstration und f&#252;r den Donnerstag, den 15.5., zu einem eint&#228;gigen landesweiten Streik aufgerufen. Die heuchlerische t&#252;rkische Regierung hat aufgrund der Ereignisse in Soma eine dreit&#228;gige nationale Trauer beschlossen, w&#228;hrend sie eigene H&#228;nde im Blut der hunderten Bergarbeiter badet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Krise des t&#252;rkischen Regimes spitzt sich angesichts der ungel&#246;sten sozialen Fragen, der harten Arbeitsk&#228;mpfe und der Konflikte innerhalb der Bourgeoisie zu. Wir unterst&#252;tzen die Protestbewegungen, die sich gegen die Regierung richten. Wir sind aber der Ansicht, dass die Gewerkschaften &#252;ber symbolische eint&#228;gige Streiks hinaus die Aufgabe haben, zum politischen und ununterbrochenen Generalstreik aufzurufen, bis die Bergwerke unter ArbeiterInnenkontrolle verstaatlicht werden und die verantwortlichen MinisterInnen und der Ministerpr&#228;sident zur&#252;cktreten. Die Gewerkschaftsb&#252;rokratie hat bei den sich versch&#228;rfenden Arbeitsk&#228;mpfen in den letzten Monaten eine bremsende Rolle gespielt. Das bedeutet: Die heroischen K&#228;mpfe der unterdr&#252;ckten t&#252;rkischen Massen seit dem Beginn des Gezi-Aufstands in den Stra&#223;en und Fabriken erreichten deshalb ihre Grenzen, weil weder innerhalb der Gewerkschaften eine revolution&#228;re antib&#252;rokratische Politik durchgef&#252;hrt worden ist, noch die Teilnahme der ArbeiterInnenbewegung an den Massenbewegungen &#252;ber die sporadische Ebene hinaus ging.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dagegen ist es angesichts der Krise der Regierung, die aufgrund ihrer neoliberalen, antidemokratischen und proimperialistischen Politik immer unbeliebter wird n&#246;tig, dass die ArbeiterInnenklasse sich mit den Jugendlichen des Taksimplatzes vereint, mit ihren eigenen Methoden von Streiks, Blockaden und Fabrikbesetzungen, um eine antib&#252;rokratische und revolution&#228;re Alternative der ArbeiterInnen aufzubauen, die die Regierung st&#252;rzen und f&#252;r einen Ausweg der ArbeiterInnen und der Massen aus der Krise k&#228;mpfen kann.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="es">
		<title>Turqu&#237;a: La culpa es del gobierno y la explotaci&#243;n patronal</title>
		<link>https://ft-ci.org/Turquia-La-culpa-es-del-gobierno-y-la-explotacion-patronal</link>
		<guid isPermaLink="true">https://ft-ci.org/Turquia-La-culpa-es-del-gobierno-y-la-explotacion-patronal</guid>
		<dc:date>2014-05-15T06:57:29Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>es</dc:language>
		<dc:creator>Baran Serhad, Suphi Toprak</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Asia</dc:subject>
		<dc:subject>Movimiento Obrero</dc:subject>
		<dc:subject>Actualidad</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject>Turqu&#237;a</dc:subject>
		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation/ Organizaci&#243;n Revolucionaria Internacionalista), de Alemania </dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;El martes 13 de mayo, m&#225;s de 250 mineros murieron en Soma/Turqu&#237;a en la explosi&#243;n de una mina, varias decenas m&#225;s fueron gravemente heridos. Siguen estando cientos de trabajadores atrapados en la mina a 400 metros bajo tierra peligrando su vida. Por la gran cifra de trabajadores ilegalizados en el sector minero turco no hay una cifra concreta cu&#225;ntos mineros siguen atrapados. Pero est&#225; claro que esta tragedia no es un accidente de trabajo sino una masacre. El Primer Ministro Erdogan relativiz&#243; los muertos como v&#237;ctimas de un accidente normal, llamando a la gente a rezar y declarando un luto nacional de tres d&#237;as. Luego de llegar a Soma su auto fue atacado por manifestantes y tuvo que refugiarse en un supermercado para huir de los manifestantes enfurecidos.&lt;/p&gt;

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		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://ft-ci.org/local/cache-vignettes/L150xH84/arton7849-932a0.jpg?1696131382' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='84' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;El martes 13 de mayo, m&#225;s de 250 mineros murieron en Soma/Turqu&#237;a en la explosi&#243;n de una mina, varias decenas m&#225;s fueron gravemente heridos. Siguen estando cientos de trabajadores atrapados en la mina a 400 metros bajo tierra peligrando su vida. Por la gran cifra de trabajadores ilegalizados en el sector minero turco no hay una cifra concreta cu&#225;ntos mineros siguen atrapados. Pero est&#225; claro que esta tragedia no es un accidente de trabajo sino una masacre. El Primer Ministro Erdogan relativiz&#243; los muertos como v&#237;ctimas de un accidente normal, llamando a la gente a rezar y declarando un luto nacional de tres d&#237;as. Luego de llegar a Soma su auto fue atacado por manifestantes y tuvo que refugiarse en un supermercado para huir de los manifestantes enfurecidos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;La pol&#237;tica neoliberal del r&#233;gimen turco tiene su expresi&#243;n en condiciones de trabajo altamente precarias y un amplio sector de mano de obra barata. Por falta de seguridad de trabajo, el a&#241;o pasado murieron 1203 personas por accidentes de trabajo, entre ellos nueve mineros de Soma. Un reclamo desde partidos opositores en el parlamento, en abril de ese a&#241;o, por las condiciones de seguridad en el trabajo en Soma fue rechazado desde el gobierno por &#8220;injustificado&#8221;. La empresa anteriormente estatal se volvi&#243; cada vez m&#225;s hostil a los trabajadores en el marco de la nueva ola de privatizaci&#243;n neoliberal y de precarizaci&#243;n. En la mina en Soma existen 14 empresas subcontratadas. Muchos mineros trabajaban para esas empresas por debajo del salario m&#237;nimo de 300 Euros. Tambi&#233;n un joven trabajador ilegal de 15 a&#241;os se encontr&#243; entre los muertos. Turqu&#237;a est&#225; en el primer lugar en Europa en cuanto a las peores condiciones de trabajo, y en el tercero al nivel mundial. Solo ofrece condiciones catastr&#243;ficas a los trabajadores. Pero tampoco hay que enga&#241;arse y creer que un capitalismo m&#225;s &#8220;humano&#8221; puede ofrecer mejores condiciones a los trabajadores, sobre todo en un pa&#237;s semicolonial como es Turqu&#237;a. Mientras las condiciones laborales sigan siendo meros factores de gasto para los capitalistas, morir&#225;n trabajadores para sus ganancias. S&#243;lo derrumbando al capitalismo, los trabajadores podr&#225;n tener condiciones de trabajo realmente dignas y seguras.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;El mi&#233;rcoles tuvieron lugar huelgas universitarias y manifestaciones contra el gobierno en varias ciudades turcas. La demanda central del movimiento de protesta es la renuncia del gobierno como responsable de la masacre. Las grandes federaciones sindicales D&#304;SK (Confederaci&#243;n de los sindicatos obreros revolucionarios), T&#252;rk-&#304;&#351; (Confederaci&#243;n de los sindicatos obreros de Turqu&#237;a), KESK (Confederaci&#243;n de los trabajadores p&#250;blicos), TMMOB (Sindicato de arquitectos e ingenieros) y TTB (Sindicato turco de m&#233;dicos) llamaron a manifestaciones y el jueves 15/5 a un paro nacional de un d&#237;a. El hip&#243;crita gobierno turco resolvi&#243; un luto nacional de tres d&#237;as por los acontecimientos mientras sus manos est&#225;n ba&#241;adas en la sangre de cientos de mineros.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;La crisis del r&#233;gimen turco se agudiza por la cuesti&#243;n social no resuelta, los duros conflictos laborales y los conflictos en la burgues&#237;a. Apoyamos al movimiento de protesta contra el gobierno. Pero opinamos que los sindicatos, m&#225;s all&#225; de paros simb&#243;licos de un d&#237;a, tienen la tarea de llamar a la huelga general pol&#237;tica e indefinida hasta que las minas sean nacionalizadas bajo control obrero y los ministros y el primer ministro responsables hayan renunciado. La burocracia sindical jug&#243; un rol de freno en las luchas laborales en auge en los &#250;ltimos meses. Eso significa: las luchas heroicas de las masas oprimidas de Turqu&#237;a en las calles y f&#225;bricas desde el principio de la rebeli&#243;n de Gezi encontraron sus l&#237;mites porque no hubo una pol&#237;tica antiburocr&#225;tica y revolucionaria en los sindicatos, ni intervino el movimiento obrero en el movimiento de masas por encima de acontecimientos aislados.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Al contrario, ante la crisis del gobierno cada vez m&#225;s impopular por su pol&#237;tica neoliberal, antidemocr&#225;tico y proimperialista, es necesario que el movimiento obrero se una a los j&#243;venes de la plaza Taksim, con sus propios m&#233;todos de huelga, piquetes y ocupaciones de f&#225;bricas, para construir una alternativa antiburocr&#225;tica y revolucionaria de los trabajadores que derrumbe el gobierno y luche por una salida obrera y popular a la crisis.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
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		<title>T&#252;rkiye'de y&#252;zlerce maden i&#351;&#231;isi can verdi</title>
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		<dc:date>2014-05-14T22:32:00Z</dc:date>
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		<dc:creator>Baran Serhad, Suphi Toprak</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Asia</dc:subject>
		<dc:subject>Movimiento Obrero</dc:subject>
		<dc:subject>Actualidad</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject>Turqu&#237;a</dc:subject>
		<dc:subject>&lt;span lang='fr'&gt; RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), de l'Allemagne &lt;/span&gt;</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;13 May&#305;s 2014 Sal&#305; g&#252;n&#252; Soma'da y&#252;zlerce Maden i&#351;&#231;isi Trafo patlamas&#305;ndan dolay&#305; can verdi ve onlarca i&#351;&#231;i a&#287;&#305;r yaral&#305; konumunda. Yerin yakla&#351;&#305;k 400 metre alt&#305;nda halen y&#252;zlerce i&#351;&#231;i mahsur bulundu&#287;undan dolay&#305; &#246;l&#252; say&#305;s&#305; giderek art&#305;yor. T&#252;rkiye'deki maden sekt&#246;r&#252;nde illegal &#231;al&#305;&#351;an i&#351;&#231;i say&#305;s&#305;n&#305;n fazlal&#305;&#287;&#305;ndan &#246;t&#252;r&#252;, mahsur kalan i&#351;&#231;ilerin somut say&#305;s&#305; a&#231;&#305;klanam&#305;yor.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://ft-ci.org/Articulos-en-turco" rel="directory"&gt;Art&#237;culos en turco&lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://ft-ci.org/RIO-Revolutionare-Internationalistische-Organisation-Deutscheland" rel="tag"&gt;&lt;span lang='fr'&gt; RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), de l'Allemagne &lt;/span&gt;&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;T&#252;rkiye'de y&#252;zlerce maden i&#351;&#231;isi can verdi&lt;br class='autobr' /&gt;
Gepostet von Baran Serhad am 14. Mai 2014 in T&#252;rk&#231;e, T&#252;rkei&lt;br class='autobr' /&gt;
13 May&#305;s 2014 Sal&#305; g&#252;n&#252; Soma'da y&#252;zlerce Maden i&#351;&#231;isi Trafo patlamas&#305;ndan dolay&#305; can verdi ve onlarca i&#351;&#231;i a&#287;&#305;r yaral&#305; konumunda. Yerin yakla&#351;&#305;k 400 metre alt&#305;nda halen y&#252;zlerce i&#351;&#231;i mahsur bulundu&#287;undan dolay&#305; &#246;l&#252; say&#305;s&#305; giderek art&#305;yor. T&#252;rkiye'deki maden sekt&#246;r&#252;nde illegal &#231;al&#305;&#351;an i&#351;&#231;i say&#305;s&#305;n&#305;n fazlal&#305;&#287;&#305;ndan &#246;t&#252;r&#252;, mahsur kalan i&#351;&#231;ilerin somut say&#305;s&#305; a&#231;&#305;klanam&#305;yor. Buna ra&#287;men net olan &#351;ey: Bu T&#252;rkiye'deki i&#351;&#231;i s&#305;n&#305;f&#305;n&#305;n tarihinde ya&#351;ad&#305;&#287;&#305; en b&#252;y&#252;k katliamlardan birisidir. Biz bu trajediyi bir i&#351; kazas&#305; olarak de&#287;il, bilakis bir katliam olarak nitelendiriyoruz. Ba&#351;bakan Erdo&#287;an &#246;l&#252;leri s&#305;radan bir i&#351; kazas&#305;n&#305;n kurbanlar&#305; olarak g&#246;sterip, insanlar&#305; dua etmeye &#231;a&#287;&#305;rarak adeta bu katliam&#305; s&#305;radanla&#351;t&#305;rma &#231;abas&#305; i&#231;inde oldu&#287;unu belli etmi&#351;tir. Bunun haricinde T&#252;rk devleti 3 g&#252;nl&#252;k yas ilan etti. Bu a&#231;&#305;klaman&#305;n ard&#305;ndan makam arac&#305; eylemciler taraf&#305;ndan hedef al&#305;nd&#305;&#287;&#305;ndan dolay&#305; kendisi S&#252;permarkete ka&#231;mak zorunda kald&#305;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;T&#252;rk rejiminin neoliberal politikas&#305; yans&#305;mas&#305;n&#305; a&#287;&#305;r prekarite i&#351; ko&#351;ullar&#305; ve d&#252;&#351;&#252;k &#252;cret sekt&#246;r&#252;nde bulmaktad&#305;r. Ge&#231;ti&#287;imiz y&#305;l g&#252;vencesiz &#231;al&#305;&#351;ma ko&#351;ullar&#305; y&#252;z&#252;nden 1203 i&#351;&#231;i kazalardan dolay&#305; can vermi&#351;ti. Bu &#246;len i&#351;&#231;ilerin aras&#305;nda Soma'dan 9 maden i&#351;&#231;isi de bulunmaktayd&#305;. Muhalefet partisinin ge&#231;ti&#287;imiz Nisan ay&#305;nda mecliste verdi&#287;i Soma hakk&#305;ndaki ara&#351;t&#305;rma &#246;nergesi h&#252;k&#252;met taraf&#305;ndan reddedilmi&#351;ti. &#214;ncesinde devletin kontrol&#252;nde olan &#351;irket, &#246;zelle&#351;tirme ve prekarite dalgas&#305; s&#305;ras&#305;nda i&#351;&#231;i d&#252;&#351;manl&#305;&#287;&#305;n&#305; derinle&#351;tirdi. 14 ta&#351;eron firman&#305;n bulundu&#287;u Soma'daki maden oca&#287;&#305;nda ta&#351;eron firmaya ba&#287;l&#305; bir&#231;ok maden i&#351;&#231;isi asgari &#252;cretin alt&#305;nda &#231;al&#305;&#351;&#305;yorlar. Can verenler aras&#305;nda bulunanlardan birisi de 15 ya&#351;&#305;ndaki illegal &#231;al&#305;&#351;an bir maden i&#351;&#231;isiydi. T&#252;rkiye g&#252;vencesiz i&#351; ko&#351;ullar&#305; ba&#287;lam&#305;nda Avrupa'n&#305;n tepesinde ve d&#252;nyada 3. s&#305;rada bulunuyor. Bu sebepten dolay&#305; T&#252;rkiye i&#351;&#231;ilere sadece korkun&#231; ko&#351;ullar sunmaktad&#305;r. Lakin &#8221;insanc&#305;l&#8221; bir kapitalizmin &#246;zellikle T&#252;rkiye gibi bir yar&#305;-s&#246;m&#252;rge &#252;lke ko&#351;ullar&#305;nda, i&#351;&#231;ilere daha iyi olanaklar sa&#287;layaca&#287;&#305; il&#252;zyonuna kap&#305;lmamak gerekir. &#199;al&#305;&#351;ma ko&#351;ullar&#305; kapitalistler i&#231;in maliyet fakt&#246;rleri olarak kald&#305;&#287;&#305; s&#252;rece, i&#351;&#231;iler kapitalistlerin daha fazla kar ko&#351;ullar&#305; i&#231;in &#246;lmeye devam edeceklerdir. Ancak kapitalizmin y&#305;k&#305;m&#305; ile i&#351;&#231;iler daha insanc&#305;l ve sa&#287;l&#305;kl&#305; ko&#351;ullar alt&#305;nda &#231;al&#305;&#351;ma f&#305;rsat&#305; bulabileceklerdir.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#199;ar&#351;amba g&#252;n&#252; T&#252;rkiye'nin bir&#231;ok &#351;ehrinde h&#252;k&#252;mete kar&#351;&#305; g&#246;steriler ve &#252;niversitelerde boykot vuku buldu. Bu protesto hareketinin merkezi talebi ise katliamdan sorumlu olan h&#252;k&#252;metin istifas&#305; olarak &#246;n plana &#231;&#305;kt&#305;. D&#304;SK, T&#252;rk-&#304;&#351;, KESK, TMMOB ve TTB gibi sendika hareketleri eylem ve 15 May&#305;s Per&#351;embe g&#252;n&#252; i&#231;in bir g&#252;nl&#252;k &#252;lke &#231;ap&#305;nda grev &#231;a&#287;r&#305;s yapt&#305;lar. Ellerini &#246;len y&#252;zlerce maden i&#351;&#231;isinin kan&#305; ile y&#305;kayan ikiy&#252;zl&#252; T&#252;rk h&#252;k&#252;meti ise, Soma'daki geli&#351;meler do&#287;rultusunda ulusal yas ilan etti.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;T&#252;rk rejiminin krizi &#231;&#246;z&#252;me kavu&#351;mam&#305;&#351; sosyal sorunlar, a&#287;&#305;r i&#351;&#231;i m&#252;cadeleleri ve burjuvazi i&#231;indeki &#231;at&#305;&#351;malar do&#287;rultusunda derinle&#351;mektedir. Bizler t&#252;rk h&#252;k&#252;metine kar&#351;&#305; d&#252;zenlenen protesto hareketlerini destekliyoruz. Ayr&#305;ca sendikalarn sembolik bir g&#252;nl&#252;k i&#351; brakma eyleminden fazlas&#305;n&#305; g&#246;stererek, as&#305;l g&#246;revinin maden ocaklar&#305;n&#305;n i&#351;&#231;ilerin kontrol alt&#305;na al&#305;nana ve sorumlu bakanl&#305;klar ve ba&#351;bakan g&#246;revinden istifa edene kadar s&#252;resiz bir politik genel grev &#231;a&#287;r&#305;s&#305; yapmas&#305; gerekti&#287;ini d&#252;&#351;&#252;n&#252;yoruz. Sendika b&#252;rokrasisi y&#252;kselen i&#351;&#231;i m&#252;cadelelerinde &#246;zellikle son aylarda frenleyici bir rol&#252; &#252;stlenmi&#351;tir. Bunun anlam&#305;: Gezi direni&#351;inin ba&#351;lang&#305;c&#305;ndan itibaren ezilenler tarafndan i&#351;yerlerinde ve sokaklarda y&#252;r&#252;t&#252;len kahramanca m&#252;cadeleler s&#305;n&#305;rlar&#305;na ula&#351;m&#305;&#351;t&#305;r. Bunun ba&#351;l&#305;ca sebebi bu m&#252;cadeleler s&#305;ras&#305;nda ne sendika i&#231;erisinde aktif devrimci antib&#252;rokratik bir &#231;al&#305;&#351;ma y&#252;r&#252;t&#252;lm&#252;&#351;t&#252;r ne de i&#351;&#231;i s&#305;n&#305;f&#305;n&#305;n kitlesel m&#252;cadelelere sporadik temelden daha fazla katl&#305;m&#305; s&#246;z konusuydu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;H&#252;k&#252;metin neoliberal, antidemokratik ve proemperyalist siyasi &#231;izgisi y&#252;z&#252;nden a&#231;&#305;&#287;a &#231;&#305;kan krizine kar&#351;&#305; i&#351;&#231;i s&#305;n&#305;f&#305;n&#305;n Taksim meydan&#305;ndaki gen&#231;lik ile birle&#351;mesi gerekmektedir. &#304;&#351;&#231;i s&#305;n&#305;f&#305;n&#305;n grev, barikat ve fabrika i&#351;gali metotlar&#305;n&#305; kullanarak, h&#252;k&#252;meti devirebilecek ve krizden i&#351;&#231;ileri ile kitleleri &#231;&#305;kartmak i&#231;in m&#252;cadele verecek antib&#252;rokratik ve devrimci alternatifi olu&#351;turmas&#305; elzemdir.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>T&#252;rkei: Fabrikbesetzungen und Radikalisierung</title>
		<link>https://ft-ci.org/Turkei-Fabrikbesetzungen-und-Radikalisierung</link>
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		<dc:date>2014-05-13T10:00:00Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Baran Serhad</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Movimiento Obrero</dc:subject>
		<dc:subject>Actualidad</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject>Turqu&#237;a</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Die anhaltende politische Krise in der T&#252;rkei ist nicht nur gepr&#228;gt vom Konflikt zwischen den verschiedenen Fraktionen der Bourgeoisie und der wirtschaftlichen Instabilit&#228;t des Landes, sondern auch von einem neuen Ph&#228;nomen in der ArbeiterInnenklasse: Radikalisierte Methoden, antib&#252;rokratische Ans&#228;tze, Fabrikbesetzungen und Erfahrungen der Produktion unter ArbeiterInnenkontrolle sind in der T&#252;rkei zu beobachten.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://ft-ci.org/Turquia-119" rel="tag"&gt;Turqu&#237;a&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://ft-ci.org/local/cache-vignettes/L150xH82/arton7833-17320.jpg?1697536921' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='82' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_chapo'&gt;&lt;p&gt;Klasse Gegen Klasse Nr. 10, T&#252;rkei&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Die anhaltende politische Krise in der T&#252;rkei ist nicht nur gepr&#228;gt vom Konflikt zwischen den verschiedenen Fraktionen der Bourgeoisie und der wirtschaftlichen Instabilit&#228;t des Landes, sondern auch von einem neuen Ph&#228;nomen in der ArbeiterInnenklasse: Radikalisierte Methoden, antib&#252;rokratische Ans&#228;tze, Fabrikbesetzungen und Erfahrungen der Produktion unter ArbeiterInnenkontrolle sind in der T&#252;rkei zu beobachten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die ArbeiterInnen der Fabriken Greif und Kazova aus der Textilbranche haben ihre Fabriken besetzt. Dies ist Ausdruck eines beginnenden Sprungs der ArbeiterInnen. Ausgangspunkt f&#252;r die Besetzung bei Greif war die prek&#228;re Situation in der Fabrik mit niedrigen l&#246;hnen, Leiharbeit und Arbeitsunf&#228;llen. Als der Unternehmer Tarifverhandlungen verweigerte, haben die 500 gewerkschaftlich organisierten ArbeiterInnen am 10. Februar 2014 die Fabrik besetzt&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb1&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Suphi Toprak: T&#252;rkei: Die Fabrikbesetzung von Greif.&#034; id=&#034;nh1&#034;&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Textilfabrik Kazova produziert seit dem 31. August 2013 unter ArbeiterInnenkontrolle. Der Kampf wurde am 27. Februar 2013 von 90 ArbeiterInnen aufgenommen, nachdem die Fabrik von ihren FabrikbesitzerInnen ohne die Auszahlung der seit vier Monaten ausstehenden l&#246;hne und ohne jegliche Abfindung f&#252;r die Belegschaft geschlossen worden war. In den hitzigsten Tagen der Gezi-Bewegung haben sie deshalb ihre Fabrik besetzt und im Laufe ihrer K&#228;mpfe die Maschinen auch gesetzlich zugesprochen bekommen. Inzwischen versuchen sie, durch einen Verkaufsladen die Produktion fortzuf&#252;hren &#8211; ein Vorbild f&#252;r die ArbeiterInnenklasse, trotz der Grenzen dieses genossenschaftlichen Projekts&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; id=&#034;nh2&#034;&gt;2&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Erfahrungen bei Kazova und Greif, die einen Sprung im Bewusstsein von Teilen der ArbeiterInnenklasse darstellen, geschehen im Kontext der permanenten Krise des t&#252;rkischen Regimes. In diesem zwischen Konfliktregionen liegenden halbkolonialen Land ist das b&#252;rgerliche System instabil. Die aktuelle AKP-Regierung steht unter dem Zeichen eines &#8222;Bonapartes&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Wladek Flakin: Was ist Bonapartismus? In: Klasse Gegen Klasse Nr. 3.&#034; id=&#034;nh3&#034;&gt;3&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, des Ministerpr&#228;sidenten Erdo&#287;an, dessen historische Aufgabe darin bestand, durch wirtschaftliche Liberalisierung und regionale Machtpolitik die Interessen der t&#252;rkischen Bourgeoisie in einer wirtschaftlichen und politischen Krise voranzubringen. Mittel dazu waren die &#8222;Befriedung&#8220; der kurdischen Frage und das Zur&#252;ckdr&#228;ngen des m&#228;chtigen Milit&#228;rapparats aus Wirtschaft und Staat, sowie weitgehende Privatisierungen. Das kl&#228;gliche Scheitern der neuen t&#252;rkischen Au&#223;enpolitik und wirtschaftliche Engp&#228;sse im Zuge der Weltwirtschaftskrise beschleunigten jedoch das Auseinanderdriften der b&#252;rgerlichen Fraktionen, die hinter der AKP-Regierung stehen. Die Regierung kann kein neues Programm f&#252;r die Zusammenf&#252;hrung dieser Fraktionen entwerfen und versucht deshalb stattdessen, ihre eigene islamisch-konservative Basis zu festigen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Entwicklungen bei den ArbeiterInnen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die neoliberale Politik des t&#252;rkischen Regimes findet ihren Niederschlag in prek&#228;ren Arbeitsverh&#228;ltnissen und einem breiten Niedriglohnsektor. Der offizielle Mindestlohn betr&#228;gt 287 Euro im Monat. Durch fehlende Arbeitssicherheit starben vergangenes Jahr 1203 Menschen bei Unf&#228;llen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;.&#034; id=&#034;nh4&#034;&gt;4&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Wenn Unternehmensf&#252;hrungen gewerkschaftliche Organisierung wittern, endete das meist mit K&#252;ndigungswellen. Darauf folgt oft ein Kampf in Zelten vor dem Betrieb. In unregelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden kommt es dabei auch zu Betriebsbesetzungen &#8211; f&#252;r gew&#246;hnlich bleibt das aber eine kurze Phase.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Arbeitsk&#228;mpfe von Kazova und Greif werfen neue Aufgaben und offene Fragen auf. Die Produktion unter ArbeiterInnenkontrolle hat auch ihre Grenzen: l&#246;hne m&#252;ssen gezahlt, Maschinen repariert werden. Daher versuchen die ArbeiterInnen, durch den Verkauf einiger Produkte, Solikonzerte und Spenden das n&#246;tige Geld aufzutreiben. Eine gewerkschaftliche und politische Organisierung, um eine f&#252;hrende Rolle innerhalb der ArbeiterInnenklasse zu &#252;bernehmen, fehlt jedoch. Diese Beschr&#228;nkung sollte beim Greif-Kampf Folgen haben. Es besteht noch keine Vorstellung von einer gemeinsamen antib&#252;rokratischen Str&#246;mung innerhalb der Gewerkschaften. Kazova und Greif konnten sich in diesem Rahmen nicht gegenseitig unterst&#252;tzen, obwohl beide Fabriken formal von der selben Gewerkschaft D&#304;SK/Tekstil organisiert werden. Eine gemeinsame Front gegen die Gewerkschaftsb&#252;rokratie von D&#304;SK/Tekstil k&#246;nnte dazu beitragen, die Prekarisierung und Leiharbeit in der Textilbranche zur&#252;ckzudr&#228;ngen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Greif-Kampf ist aufgrund des radikalen Kampfes gegen die verr&#228;terische Gewerkschaftsb&#252;rokratie von gro&#223;er Bedeutung. Zum ersten Mal in der t&#252;rkischen Geschichte gibt es eine offene Auseinandersetzung mit der B&#252;rokratie der D&#304;SK. Diese linke Gewerkschaft hat w&#228;hrend der Fabrikbesetzung den ArbeiterInnen den R&#252;cken zugekehrt und Anstrengungen f&#252;r die Kollaboration mit den KapitalistInnen unternommen. Deshalb konnte die besetzte Fabrik bei einem Polizeiangriff am 9. April ger&#228;umt werden. Die Gewerkschaftsb&#252;rokratie hat zuletzt ein Protokoll mit den Chefs unterzeichnet, das den Kampf offiziell f&#252;r beendet erkl&#228;rt, w&#228;hrend die ArbeiterInnen heute noch k&#228;mpfen. Revolution&#228;re Kr&#228;fte konnten bisher nur symbolisch und handwerklerisch agieren, weshalb notwendige Schritte wie die Ausweitung des Kampfes auf andere Fabriken und Universit&#228;ten sowie eine antib&#252;rokratische Fraktionsarbeit innerhalb der Gewerkschaft ausblieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn diese Auseinandersetzungen die Spitze der aktuellen ArbeiterInnenk&#228;mpfe markieren, sind sie auf keinen Fall die einzigen. Ungef&#228;hr 200 entlassene ArbeiterInnen des vor zwei Jahren privatisierten Heizkraftwerks Seyit&#246;mer Linyitleri &#304;&#351;letmesi haben am 17. April das Unternehmensgeb&#228;ude angegriffen. Nur mit Polizei und Gendarmerie konnten sie ger&#228;umt werden&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb5&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;.&#034; id=&#034;nh5&#034;&gt;5&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Gegen die Privatisierung von Kohlekraftwerken in Yata&#287;an, Yenik&#246;y und Kemerk&#246;y machen die ArbeiterInnen seit Monaten Aktionen. Seit dem 10. April demonstrieren sie vor der Privatisierungsbeh&#246;rde in Ankara. Am 18. April wurden sie von der Polizei brutal angegriffen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb6&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;.&#034; id=&#034;nh6&#034;&gt;6&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Diese ArbeiterInnen konnten trotz Widerstand der B&#252;rokratie ins Gewerkschaftshaus von T&#252;rk-&#304;&#351;, dem gr&#246;&#223;ten Gewerkschaftsdachverband in der T&#252;rkei, eindringen. Sie beklagen die fehlende Unterst&#252;tzung der Gewerkschaftsb&#252;rokratie: &#8222;Wer die ArbeiterInnen verr&#228;t, den lassen wir auch fallen&#8220;, so ihre Parole. In dieser Phase haben 40 ArbeiterInnen die Zeitung &#8222;Kar&#351;&#305;&#8220; (&#8222;Dagegen&#8220;) besetzt und geben sie seitdem online heraus. Kar&#351;&#305; ist vor einigen Monaten erstmals als Zeitung der Gezi-Bewegung erschienen, doch der Chef erkl&#228;rte ohne Vorank&#252;ndigung die Einstellung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Zusammenf&#252;hrung dieser K&#228;mpfe findet auf symbolischer Ebene mit Solidarit&#228;tserkl&#228;rungen und Delegationsbesuchen statt. Diese k&#246;nnen aber nicht die gewerkschaftliche Solidarisierung der Betriebe ersetzen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Die Krise der revolution&#228;ren F&#252;hrung in der T&#252;rkei&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angesichts der instabilen Situation mit Massendemonstrationen auf den Stra&#223;en, Spaltungen innerhalb der b&#252;rgerlichen Fraktionen, Fabrik- und Betriebsbesetzungen und wirtschaftlichen Schwankungen, nimmt die aggressive Haltung des &#8222;Bonapartes&#8220; Erdo&#287;an aktuell zu. Dabei haben die heroischen K&#228;mpfe der unterdr&#252;ckten t&#252;rkischen Massen seit dem Beginn des Gezi-Aufstands in den Stra&#223;en und Fabriken aufgrund der nur sporadischen Teilnahme der ArbeiterInnenbewegung und der fehlenden revolution&#228;ren F&#252;hrung ihre Grenzen erreicht. Die Perspektivlosigkeit in der Phase vor den Kommunalwahlen half bei der Gr&#252;ndung einer reaktion&#228;ren Front zwischen der sozialdemokratisch-kemalistischen CHP, der faschistischen MHP und der islamischen G&#252;len-Bewegung, da die Forderungen der Massen sich nur auf die Bek&#228;mpfung der AKP beschr&#228;nkten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein wichtiger Faktor der Perspektivlosigkeit der t&#252;rkischen Linken ist die in ihr dominante stalinistische Staatstheorie: Sie gehen davon aus, dass der Staatsapparat unbeschadet von einer sozialistischen Partei &#252;bernommen werden k&#246;nne. So fordern sie die Verstaatlichung von Betrieben, die schlie&#223;en oder entlassen, ohne gleichzeitig die Produktion unter ArbeiterInnenkontrolle zu fordern. Die k&#228;mpfenden ArbeiterInnen werden so von ihnen ignoriert. Jeder Versuch, die K&#228;mpfe auszuweiten, scheitert an der Unt&#228;tigkeit und Blockade der Gewerkschaftsb&#252;rokratie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So hat die Gewerkschaftsb&#252;rokratie von D&#304;SK/Tekstil eine vermittelnde Rolle zwischen Chefs und passiven Teilen der Belegschaft eingenommen. Da eine Ausweitung und Radikalisierung des Kampfes die materielle Basis der Gewerkschaftsb&#252;rokratie ersch&#252;ttern w&#252;rde, hat sie bei Greif von Beginn an eine bremsende Rolle gespielt. Unter der F&#252;hrung der k&#228;mpfenden Betriebe von Greif und Kazova k&#246;nnte eine neue Organisationsform der Gewerkschaften die notwendige Solidarisierung organisieren und den Weg f&#252;r einen Generalstreik frei machen. Sie m&#252;sste die jederzeitige W&#228;hl- und Abw&#228;hlbarkeit aller Funktion&#228;rInnen, das Rotationsprinzip und die Entlohnung von Funktion&#228;rInnen nach durchschnittlichem FacharbeiterInnenlohn durchsetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;r die &#204;berwindung der Gewerkschaftsb&#252;rokratie und die Verteidigung der besetzten Fabriken gegen Chefs und Polizei bedarf es einer Anstrengung der wichtigsten Teile der ArbeiterInnenklasse. Es ist illusorisch, aus einem einzigen Betrieb heraus die Gewerkschaftsstrukturen von Grund auf &#228;ndern zu wollen. Eine revolution&#228;re Bewegung in den Schl&#252;sselbetrieben des Landes geh&#246;rt neben einer antib&#252;rokratischen Str&#246;mung in den Gewerkschaften zur Grundlage einer revolution&#228;ren Partei. Dazu geh&#246;rt auch die Ausweitung der Solidarit&#228;t auf internationaler Ebene, die einen soliden Druck auf die Gewerkschaftsb&#252;rokratie aus&#252;bt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gezi-Bewegung mit ihren Diskussionsforen schwankt konjunkturell. Dennoch erm&#246;glichen ihre Foren die Zusammenf&#252;hrung von K&#228;mpfen. So wurde das gr&#246;&#223;te Greif-Solikonzert vom Caferaga-Forum organisiert. Einige Foren beteiligen sich auch an Soli-Komitees. Es fehlt bis jetzt jedoch an einem revolution&#228;ren Programm, um die Gezi-Bewegung mit den aktuellen K&#228;mpfen in Betrieben und Fabriken zu verbinden. Inzwischen sind in Istanbul einige H&#228;user durch Foren besetzt. Diese Projekte k&#246;nnen sich sehr schnell isolieren und degenerieren. Der beste Weg aus der Sackgasse ist die Unterst&#252;tzung der K&#228;mpfe der ArbeiterInnen. Mit jedem Erfolg dieser K&#228;mpfe k&#246;nnen auch Forenprojekte umso eher ihre eigenen Schranken &#252;berwinden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Krise des t&#252;rkischen Systems spitzt sich angesichts der ungel&#246;sten sozialen Fragen, der harten Arbeitsk&#228;mpfe und der Konflikte innerhalb der Bourgeoisie zu. Sie offenbart gleichzeitig die Krise in der programmatisch beschr&#228;nkten radikalen Linken, die einen konsequenten Aufbau innerhalb der ArbeiterInnenklasse meidet und daher die aktuelle Dynamik nicht aufgreifen kann. Umso mehr besteht die Notwendigkeit der Gr&#252;ndung einer revolution&#228;ren ArbeiterInnenpartei, die die fortschrittlichen Forderungen der Massenbewegungen aufgreift und ihren kleinb&#252;rgerlichen Charakter &#252;berwinden kann. Diese F&#252;hrung muss aus der Bewegung der aktuellen K&#228;mpfe heraus eine revolution&#228;re Antwort auf den dreckigen Konflikt zwischen den b&#252;rgerlichen Fronten geben!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;6.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id=&#034;nb1&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh1&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 1&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;1&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Suphi Toprak: T&#252;rkei: Die Fabrikbesetzung von Greif.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;2&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;a href=&#034;http://kazovaiscileri.blogspot.de/p/haberler.html&#034; class=&#034;spip_url spip_out auto&#034; rel=&#034;nofollow external&#034;&gt;http://kazovaiscileri.blogspot.de/p/haberler.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;3&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Wladek Flakin: Was ist Bonapartismus? In: Klasse Gegen Klasse Nr. 3.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;4&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;a href=&#034;http://bianet.org/bianet/toplum/152410-2013-te-en-az-1203-isci-oldu&#034; class=&#034;spip_url spip_out auto&#034; rel=&#034;nofollow external&#034;&gt;http://bianet.org/bianet/toplum/152410-2013-te-en-az-1203-isci-oldu&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb5&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh5&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 5&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;5&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;a href=&#034;http://haber.rotahaber.com/isten-cikarilan-isciler-fabrika-basti_452716.html&#034; class=&#034;spip_url spip_out auto&#034; rel=&#034;nofollow external&#034;&gt;http://haber.rotahaber.com/isten-cikarilan-isciler-fabrika-basti_452716.html&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb6&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh6&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 6&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;6&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;a href=&#034;http://www.evrensel.net/haber/82542/yatagan-iscilerine-polis-saldirisi.html#.U1PSwaKA-XY&#034; class=&#034;spip_url spip_out auto&#034; rel=&#034;nofollow external&#034;&gt;http://www.evrensel.net/haber/82542/yatagan-iscilerine-polis-saldirisi.html#.U1PSwaKA-XY&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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<item xml:lang="de">
		<title>Im Schatten des Imperialismus</title>
		<link>https://ft-ci.org/Im-Schatten-des-Imperialismus</link>
		<guid isPermaLink="true">https://ft-ci.org/Im-Schatten-des-Imperialismus</guid>
		<dc:date>2013-12-01T15:19:00Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Baran Serhad</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
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		<description>&lt;p&gt;Der Kampf der Non-Citizens kam in den letzten Monaten sowohl in Berlin als auch in M&#252;nchen in unterschiedlich radikalen Formen zum Ausdruck: Es gab trockene Hungerstreiks, Protestm&#228;rsche und die Besetzung des DGB-Hauses in M&#252;nchen.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://ft-ci.org/Articulos-en-aleman" rel="directory"&gt;Art&#237;culos en alem&#225;n&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://ft-ci.org/Europa" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
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&lt;a href="https://ft-ci.org/Libertades-Democraticas" rel="tag"&gt;Libertades Democr&#225;ticas&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://ft-ci.org/Analisis" rel="tag"&gt;An&#225;lisis&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://ft-ci.org/RIO-Revolutionare-Internationalistische-Organisation-Deutscheland" rel="tag"&gt; RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland &lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://ft-ci.org/Alemania" rel="tag"&gt;Alemania&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://ft-ci.org/Solidaritat-mit-den-Non-Citizens" rel="tag"&gt;Solidarit&#228;t mit den Non-Citizens&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://ft-ci.org/local/cache-vignettes/L150xH82/arton7309-e7230.jpg?1697536921' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='82' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Der Kampf der Non-Citizens kam in den letzten Monaten sowohl in Berlin als auch in M&#252;nchen in unterschiedlich radikalen Formen zum Ausdruck: Es gab trockene Hungerstreiks, Protestm&#228;rsche und die Besetzung des DGB-Hauses in M&#252;nchen. Dieser Kampf ist Teil einer breiteren Bewegung von Gefl&#252;chteten in vielen St&#228;dten der BRD, die sowohl um die Anerkennung ihrer Asylantr&#228;ge ringen, als auch die gesetzliche Diskriminierung bek&#228;mpfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der deutsche Imperialismus, der weltweit eine wichtige ausbeuterische Rolle spielt, verursacht &#8211; wie die anderen imperialistischen Zentren &#8211; mittels Kriegen, Waffenexporten und Krisen Armut, Flucht und Vertreibung in der Peripherie. In Folge dessen sehen sich viele Menschen dazu gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, um sich ein gutes Leben schaffen zu k&#246;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Vertiefung der kapitalistischen Krise, die sich im sechsten Jahr befindet, hat zu einem starken Anwachsen der Arbeitsmigration in die BRD gef&#252;hrt. Darunter befinden sich zum einen gut ausgebildete junge Menschen aus dem Spanischen Staat, Italien, Portugal und Griechenland, die in der BRD im Vergleich zur Arbeitslosigkeit in ihren Heimatl&#228;ndern einen besseren Lebensstandard &#8211; auch wenn dieser meist prek&#228;r ist &#8211; erlangen wollen. Das deutsche Kapital nutzt die qualifizierten Teile der ArbeitsmigrantInnen als billige Arbeitskr&#228;fte aus, um mittels Integration in die Produktion die Akkumulation des Reichtums voranzutreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Imperialistische Staaten wie die BRD dehnen sich in den Halbkolonien und Kolonien aus und akkumulieren dadurch Reichtum. W&#228;hrend die Gro&#223;m&#228;chte in diesen l&#228;ndern Armut und Perspektivlosigkeit produzieren, wecken sie jedoch auch Erwartungen an ein besseres Leben im Zentrum. Deshalb spielen die sogenannten &#8222;Fl&#252;chtlingsstr&#246;me&#8220; aus der Peripherie eine wichtige Rolle in der Arbeitsmigration. Doch die Hoffnungen des gr&#246;&#223;ten Teils der MigrantInnen auf ein Leben ohne Unterdr&#252;ckung und Ausbeutung werden oft vernichtet, da die rassistische Gesetzgebung in der BRD die Integration in die Gesellschaft und den Zugang zum Arbeitsmarkt deutlich erschwert. Stattdessen sind die ZuwanderInnen oftmals von Abschiebung bedroht. Entweder befinden sie sich, wie die Non-Citizens, isoliert und eingesperrt in Heimen mit Residenzpflicht, oder sie leben wie im illegalisierten Status wie zum Beispiel bulgarische Tagel&#246;hnerInnen. Gleichzeitig sterben Gefl&#252;chtete vor den europ&#228;ischen Grenzen durch die Abschottungspolitik der EU-Staaten, die von der BRD forciert wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Illegalisierte Lohnabh&#228;ngige sind der am meisten entrechtete Teil der ArbeiterInnenklasse in der BRD. Einige von ihnen sind als Asylsuchende gemeldet und unterliegen damit dem Arbeitsverbot, viele weitere sind gezwungen, sich mit illegalisierter &#8222;Schwarzarbeit&#8220; &#252;ber Wasser zu halten. Die Schikane gegen Asylsuchende dient auch dazu, die l&#246;hne der restlichen illegalisierten ArbeiterInnen und damit der ArbeiterInnenklasse insgesamt zu dr&#252;cken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die rassistische Aufteilung des Arbeitsmarktes und die rassistische Gesetzgebung bez&#252;glich der Asylbewerbungen und Aufenthaltstitel schlie&#223;en viele MigrantInnen vom Arbeitsmarkt aus. Selbst Menschen aus EU-l&#228;ndern wie Bulgarien und Rum&#228;nien, die ihre Heimat aufgrund von Arbeitslosigkeit und Armut verlie&#223;en, sind hier in Deutschland h&#228;ufig illegalisiert besch&#228;ftigt: Als Tagel&#246;hnerInnen arbeiten sie h&#228;ufig unter menschenunw&#252;rdigen Bedingungen. Sie warten t&#228;glich auf der Stra&#223;e auf Jobs, um ihre Arbeitskraft f&#252;r einen Hungerlohn zu verkaufen. Gleichzeitig erleben sie rassistische Repressionen mittels polizeilicher Kontrollen und Beschimpfungen. Zuletzt wurden am 21. Oktober ungef&#228;hr 30 &#8222;illegale&#8220; Lohnabh&#228;ngige von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) im M&#252;nchener Hauptbahnhofviertel kontrolliert, bekamen Arbeitsverbot und wurden gezwungen, gr&#252;ne Kennzeichnungsarmb&#228;nder zu tragen.[1]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;H&#228;ufige Proteste&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Proteste von Gefl&#252;chteten sind in Deutschland in den letzten Monaten immer h&#228;ufiger geworden. Nach Hungerstreiks in M&#252;nchen und Berlin waren zuletzt auch Gefl&#252;chtete aus dem AsylbewerberInnenheim B&#246;brach, die aufgrund ihrer unertr&#228;glichen Wohnsituation &#252;ber eine Woche vor dem bayrischen Sozialministerium protestierten, am 6. November in den Hungerstreik getreten.[2]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Hamburg fordern die Lampedusa-Gefl&#252;chteten seit Monaten das Bleiberecht mit gro&#223;en Demonstrationen und Protestaktionen. Ein wesentlicher Faktor bei ihrer Flucht war der NATO-Krieg in Libyen: Durch den Krieg f&#252;r die Interessen der imperialistischen M&#228;chte waren viele Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Die Kriegsgefl&#252;chteten, die die &#204;berfahrt nach Europa &#252;berlebten, wurden in Italien als AsylantInnen anerkannt. Aber die katastrophalen Bedingungen f&#252;r Gefl&#252;chtete in Italien sowie die schlechte Wirtschaftslage, die f&#252;r sie keine Arbeitsm&#246;glichkeiten bietet, haben sie dazu bewegt, nach Deutschland zu kommen. Der deutsche Staat weigert sich, die Kriegsgefl&#252;chteten aufzunehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;80 Lampedusa-Gefl&#252;chtete befinden sich seit Anfang Juni 2013 in der Hamburger St.-Pauli-Kirche. Sie lebten vorher unter menschenunw&#252;rdigen Bedingungen auf Hamburgs Stra&#223;en und Pl&#228;tzen. Der Hamburger Senat beauftragte die Polizei, rassistische Kontrollen durchzusetzen. In vielen Stadtteilen Hamburgs werden Menschen mit dunkler Hautfarbe seitdem regelm&#228;&#223;ig kontrolliert, die Lampedusa-Gefl&#252;chteten werden immer wieder willk&#252;rlich bis zu 24 Stunden festgesetzt und m&#252;ssen ihre Fingerabdr&#252;cke abgeben.[3] So bereitet sich der Senat auf die Abschiebung von Kriegsgefl&#252;chteten zur&#252;ck nach Italien vor. Als Antwort auf die rassistischen Kontrollen gehen die Lampedusa-Gefl&#252;chteten mit einer breiten gesellschaftlichen Unterst&#252;tzung auf die Stra&#223;en, um das Bleiberecht zu erk&#228;mpfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da der Imperialismus keine endg&#252;ltige l&#246;sung f&#252;r die Arbeitsmigration anbieten kann, versucht er, die Mauern um seine Grenzen h&#246;her zu machen. Seit den 70er Jahren stoppten die meisten europ&#228;ischen Staaten die Arbeitsimmigration und versch&#228;rften die Gesetzgebung, um die MigrantInnen zu zwingen, das Land zu verlassen. Heute richtet Frontex (die Europ&#228;ische Agentur f&#252;r die operative Zusammenarbeit an den Au&#223;engrenzen) Lager in den nordafrikanischen l&#228;ndern ein und nimmt hunderte Tote im Jahr durch Schiffssenkungen im Mittelmeer bewusst in Kauf. Nach den Pressemitteilungen von Fortress Europe starben seit 1988 entlang der europ&#228;ischen Grenzen mindestens 19.144 ImmigrantInnen, davon sind 8.822 Leichen immer noch im Mittelmeer verschollen.[4]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;R&#252;ckkehr zum Individualismus&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kampf der Non-Citizens, der unter den bisherigen Bewegungen von Gefl&#252;chteten in Deutschland eine besondere Stellung einnimmt, erreichte eine neue Phase, als sie am 9. Oktober 2013 in Berlin am Brandenburger Tor in einen weiteren Hungerstreik traten. Die Phasen des Kampfes bis zur Besetzung des DGB-Hauses in M&#252;nchen haben wir in der letzten Ausgabe dieser Zeitschrift analysiert, um die Grenzen des Kampfes und die M&#246;glichkeiten zur Verbindung mit den anderen Sektoren der ArbeiterInnenklasse in der BRD hervorzuheben.[5] Hier stach vor allem die Besetzung des M&#252;nchner DGB-Hauses durch die Non-Citizens hervor, weil dieser Aktion die Forderung zu Grunde lag, mit den Gewerkschaften, das hei&#223;t mit der organisierten ArbeiterInnenbewegung, eine breite gesellschaftliche Bewegung zur Durchsetzung des demokratischen Programms der Gefl&#252;chteten aufzubauen. Die R&#252;ckkehr zu individualisierten Kampfformen wie dem Hungerstreik sehen wir kritisch &#8211; ohne dabei unsere Solidarit&#228;t in Frage zu stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Non-Citizens m&#252;ssen wie andere Gefl&#252;chtete unter besonders repressiven Bedingungen leben: Die Bedrohung von Abschiebung, Residenzpflicht, Einsperrung in den Heimen, Arbeitsverbot usw. Ihrer Ausgrenzung und Entrechtung haben sie mit progressiven Forderungen, die weit &#252;ber eine individuelle Anerkennung ihrer Asylantr&#228;ge hinaus gingen, wie dem Stopp aller Abschiebungen, der Abschaffung der Residenzpflicht und der Schlie&#223;ung aller Asylsuchenden-Lager, gro&#223;en Widerstand entgegengesetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Phase der Besetzung des M&#252;nchener DGB-Hauses durch die Non-Citizens war eine kurzfristige Wende in ihrer Kampfform, nachdem sie aus einer Phase des Hungerstreiks kamen. Diese Aktion barg ein gro&#223;es Potential f&#252;r eine Ausweitung des Kampfes auf weitere gesellschaftliche Sektoren, da sie von den Gewerkschaften Klassensolidarit&#228;t forderte. Hier zeigten sich Konflikte innerhalb der Gewerkschaftsb&#252;rokratie, aber auch die Grenzen dieser Aktion, solange keine Basisbewegung in den Gewerkschaften entsteht, die ihre F&#252;hrungen unter Druck setzen kann, um diesen Kampf aktiv zu unterst&#252;tzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Grenzen der Non-Citizens&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch es zeigte sich noch eine weitere Beschr&#228;nkung: Weil die weitere Orientierung auf die Gewerkschaften, auch wenn sie strategisch notwendig ist, keinen kurzfristigen Erfolg versprach, kehrten die Non-Citizens Anfang Oktober in Berlin wieder zu der isolierenden und individualisierten Kampfform des Hungerstreiks zur&#252;ck. Sie taten dies unter &#228;u&#223;erst schlechten Bedingungen, weil sie auch keine einheitliche Kampffront mit den in Berlin gerade sehr aktiven Lampedusa-Gefl&#252;chteten aufbauen konnten, weil sie die Forderung des Hungerstreiks auf die Anerkennung der Asylantr&#228;ge der Teilnehmenden begrenzt hatten. Der Hungerstreik wurde nach dem elften Tag beendet, und dadurch wurden sie wieder in die Isolation zur&#252;ckgeworfen. Eine zentrale Lehre hieraus muss also auch die Orientierung auf die Einheit aller Gefl&#252;chteten sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Bewusstsein der Non-Citizens ist in diesem Zusammenhang besonders heterogen und dynamisch. Es durchl&#228;uft verschiedene Phasen, in denen es zwischen Individualismus und Klassensolidarit&#228;t schwankt, wie wir in den unterschiedlichen Situationen in Berlin und M&#252;nchen sehen konnten. Diese Schwankungen haben ihre objektive Bedingung im gewaltigen Druck durch die Bedrohung von Abschiebung und rassistischer Repression sowie in der st&#228;ndigen Neuzusammensetzung der K&#228;mpfenden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;W&#228;hrend des Kampfes haben die Non-Citizens aufgrund der subjektiven und objektiven Bedingungen mehrere Taktiken verwendet, um mindestens Teile ihrer Forderungen erreichen zu k&#246;nnen. Wir stehen dabei voll hinter den demokratischen Forderungen dieser Bewegung, doch wir halten es f&#252;r notwendig, eine Reflexion &#252;ber die strategische Perspektive zu beginnen. Denn der Verzicht auf das Einbringen einer strategischen Perspektive durch die solidarischen AktivistInnen im Namen der &#8222;Nicht-Vereinnahmung&#8220; spielte ebenfalls eine wesentliche Rolle bei der R&#252;ckkehr in die Isolation, da sie die Bilanzierung und Reflexion &#252;ber die Solidarit&#228;tsform verweigert haben, und die Solidarit&#228;t nur auf logistische und finanzielle Unterst&#252;tzung beschr&#228;nkten. Der Paternalismus in weiten Teilen der Linken gegen&#252;ber Menschen ohne Aufenthaltsrecht, gegen den sich die Non-Citizens richtigerweise kr&#228;ftig positionieren, kann aber nicht durch Verweigerung der politischen Diskussion &#252;berwunden werden. Die &#204;berwindung des Paternalismus besteht in der Anerkennung und Verteidigung der Selbstorganisierung aller unterdr&#252;ckten Sektoren bei der gleichzeitigen Aufnahme und Verallgemeinerung ihrer Forderungen in ein politisches Programm, das die Bedingungen ihrer Unterdr&#252;ckung im Imperialismus bek&#228;mpft. Die jetzige Situation des Kampfes ist ein Ausdruck der falschen Strategie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Einheit der ArbeiterInnenklasse&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Bourgeoisie beabsichtigt die Aufrechterhaltung der Konkurrenz und die Spaltung der ArbeiterInnenklasse mittels sexistischer und rassistischer Politik. Die Rassismus-Karte der deutschen Bourgeoisie spielt im Rahmen der Aufrechterhaltung der Unterdr&#252;ckung und Prekarisierung eine wichtige Rolle. Gleichzeitig mit den aktuellen K&#228;mpfen der Gefl&#252;chteten streiken aber auch ArbeiterInnen aus verschiedenen Sektoren gegen Prekarisierung, wie im Einzelhandelsstreik, im LehrerInnenstreik, im Amazon-Streik oder im Kampf der Opel-ArbeiterInnen gegen die Schlie&#223;ung des Bochumer Werkes. Wir halten es f&#252;r notwendig, diese K&#228;mpfe als Ausgangspunkt f&#252;r eine breitere Mobilisierung in der ArbeiterInnenbewegung f&#252;r einen koordinierten Kampf gegen die voranschreitende Prekarisierung zu nutzen. Dazu geh&#246;rt f&#252;r uns auch, dass die ArbeiterInnenbewegung die demokratischen Forderungen der Gefl&#252;chteten aufnimmt und so einen Schritt in Richtung Vereinigung der Ausgebeuteten und Unterdr&#252;ckten unter dem Banner der ArbeiterInnenklasse macht. Das bedeutet nat&#252;rlich auch einen Kampf innerhalb der ArbeiterInnenbewegung gegen Rassismus und Chauvinismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Forderungen der Gefl&#252;chteten m&#252;ssen verallgemeinert werden und sich in letzter Instanz gegen den b&#252;rgerlichen Staat insgesamt richten. Dazu m&#252;ssen die demokratischen Forderungen der Gefl&#252;chteten auf Anerkennung aller Asylantr&#228;ge, vollst&#228;ndiges Bleiberecht und volle Bewegungsfreiheit in der ganzen BRD, volles Arbeitsrecht, das Recht auf eine Wohnung statt Einsperrung in den Heimen und die Schlie&#223;ung der AsylbewerberInnenheime sowie weitere Forderungen wie nach dem Recht auf mehrfache Staatsb&#252;rgerschaft, dem Wahlrecht auf allen Ebenen und der Anerkennung aller im Ausland gemachten Schulabschl&#252;sse, verbunden werden mit einem Programm gegen Prekarisierung, gegen die kapitalistische Krisenpolitik und gegen die Regierung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die prek&#228;re Situation von Teilen der ArbeiterInnenklasse in der BRD war aber auch nur durch die Kollaboration reformistischer Parteien und Gewerkschaftsf&#252;hrungen bei den Angriffen wie der Agenda 2010 m&#246;glich. Gerade die Gewerkschaftsb&#252;rokratie, die ihre eigenen Privilegien aufrecht erhalten will, hat die Verteidigung der Errungenschaften der ArbeiterInnen verhindert. Ein Beispiel daf&#252;r ist die Duldung der Leiharbeit durch die B&#252;rokratien der DGB-Gewerkschaften. Wir haben daher die Aufgabe, in den Gewerkschaften f&#252;r ein revolution&#228;res Programm einzutreten, die Gewerkschaftsb&#252;rokratie vor den ArbeiterInnen blo&#223;zustellen und eine basisdemokratische, klassenk&#228;mpferische und antib&#252;rokratische Str&#246;mung aufzubauen. Letztlich haben die Gewerkschaftsb&#252;rokratInnen kein Interesse daran, die Forderungen der entrechteten Teile der ArbeiterInnenklasse mehr als nur symbolisch aufzunehmen. Daher m&#252;ssen wir und die aktive Basis der Gewerkschaften sie unter Druck setzen &#8211; die DGB-Haus-Besetzung in M&#252;nchen war ein erster Schritt dazu. Dort waren die B&#252;rokratInnen zu &#8211; wenn auch begrenzten &#8211; Zugest&#228;ndnissen gezwungen, obwohl vorher sowohl linke als auch rechte Teile der B&#252;rokratie mit polizeilicher R&#228;umung gedroht hatten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir m&#252;ssen die gemeinsamen Interessen der ArbeiterInnenklasse erkennen, w&#228;hrend die Prekarisierung sich stark ausweitet und die am meisten entrechteten Teile der ArbeiterInnenklasse mit rassistischen Mitteln angegriffen werden. Als die Non-Citizens w&#228;hrend der Besetzung des DGB-Hauses in M&#252;nchen eine Soli-Botschaft an die streikenden ArbeiterInnen des Opel-Werks in Bochum gesendet haben, unternahmen sie einen symbolischen, aber wichtigen Schritt der Klassensolidarit&#228;t.[6]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch die Linkspartei solidarisiert sich auf der symbolischen und finanziellen Ebene mit den Gefl&#252;chteten. Dennoch kann und muss die Linkspartei noch viel mehr tun: Sowohl auf der Ebene der Mobilisierung als auch indem sie die K&#228;mpfe dieser Sektoren mit ihren unmittelbaren Forderungen, die sich im au&#223;erparlamentarischen Rahmen befinden, in Form von Gesetzentw&#252;rfen ins Parlament einbringen. Die Linkspartei hat die Aufgabe, ihre Position im Parlament als ein Podium im Dienste der unterdr&#252;ckten Sektoren zu benutzen. Letztlich wird diese Perspektive jedoch nur gegen den Widerstand der Linkspartei-B&#252;rokratie durchgesetzt werden k&#246;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zusammenf&#252;hrung der K&#228;mpfe&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Zusammenf&#252;hrung der K&#228;mpfe muss auf der programmatischen Grundlage der Vereinigung der ArbeiterInnenklasse und der unterdr&#252;ckten Teile der Gesellschaft gegen den Kapitalismus erfolgen. Die Aufhebung der Spaltung der ArbeiterInnenklasse ist notwendig, um Ausbeutung, Rassismus, Sexismus, Repression und Prekarisierung bek&#228;mpfen zu k&#246;nnen. W&#228;hrend Gefl&#252;chtete von Abschiebungen bedroht sind und im Alltag rassistische Angriffe erleben, befinden sich gro&#223;e Teile der ArbeiterInnenklasse in der BRD in prekarisierten Arbeitsverh&#228;ltnissen. Die deutsche Bourgeoisie beabsichtigt damit die Aufrechterhaltung der Spaltung der ArbeiterInnenklasse und die Dr&#252;ckung der Lohnst&#252;ckkosten. Auch wenn Gefl&#252;chtete das Arbeits- und Bleiberecht bekommen, sind sie weder von Rassismus noch von Ausbeutung befreit, da der Widerspruch zwischen Arbeit und Kapital aufrechterhalten wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der b&#252;rgerliche Staat wird niemals darauf verzichten, Staatsgrenzen zu &#252;berwachen. Der Kampf f&#252;r die Einheit der ArbeiterInnenklasse ist unter anderem ein Kampf f&#252;r die Aufhebung der Differenzierungen innerhalb der Klasse, weshalb der Kampf gegen Prekarisierung in Sektoren wie zum Beispiel dem Einzelhandel nicht von der Aufnahme der demokratischen Forderungen der illegalisierten ArbeiterInnen getrennt werden kann. Nur mit der Klassensolidarit&#228;t der internationalen Lohnabh&#228;ngigen, der Studierenden, der an den Rand gedr&#252;ckten und am meisten entrechteten Teile der Gesellschaft k&#246;nnen wir eine revolution&#228;re Antwort auf den Hauptfeind geben. Nur vereint mit der revolution&#228;ren Perspektive der ArbeiterInnenklasse k&#246;nnen wir den Kapitalismus bezwingen!&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;div class='rss_ps'&gt;&lt;p&gt;Fu&#223;noten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[1]. BR: Schwarzarbeiterkontrolle. Pr&#228;ventionsma&#223;nahme oder Schikane?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[2]. SZ: Fl&#252;chtlinge treten in den Hungerstreik.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[3]. Junge Welt: Afrikaner unerw&#252;nscht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[4]. Fortress Europe: Festung Europa.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[5]. Friedrich J&#228;ger und Marius Weizenberger: Der Kampf der Non-Citizens. In: Klasse gegen Klasse Nr. 7.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[6]. AK Gewerkschaften: M&#252;nchen &#8211; Bochum. Die Unterdr&#252;ckten und ArbeiterInnen sind aufgestanden.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
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