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	<title> Fracci&#243;n Trotskista Cuarta Internacional </title>
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		<title>Schiffbruch des Neoreformismus</title>
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		<dc:creator>Alexej Peschkow </dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Actualidad</dc:subject>
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		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland </dc:subject>
		<dc:subject>Grecia</dc:subject>
		<dc:subject>Alemania</dc:subject>
		<dc:subject>Europa del Este</dc:subject>
		<dc:subject>Grecia: &#034;Gobierno de izquierda&#034; o &#034;gobierno de los trabajadores&#034;</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;In den Medien hat ein Wettlauf um die Prognose des griechischen Staatsbankrotts begonnen. Vor einigen Wochen wurde noch vermeldet, dass die Finanzen nur bis Ende Februar ausreichen sollten &#8211; jetzt gilt der 8. April als &#8222;Deadline&#8220;. Obwohl Athen bereits die rechtlichen Grundlagen geschaffen hat, um das Geld der Sozialkassen zu pl&#252;ndern, soll ihr das Geld ausgehen. Wie konnte die Regierung so in Bedr&#228;ngnis geraten, nachdem sie noch bei Amtsantritt den endg&#252;ltigen Bruch mit der Sparpolitik versprochen hatte?&lt;/p&gt;

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		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://ft-ci.org/local/cache-vignettes/L150xH92/arton9019-beca2.jpg?1696420413' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='92' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;// GRIECHENLAND: Vor zwei Monaten gewann Syriza die Wahlen in Griechenland. Sie versprach ein Ende der Sparpolitik. Doch nichts ist passiert. Und der Druck der Troika wird immer gr&#246;&#223;er. //&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;In den Medien hat ein Wettlauf um die Prognose des griechischen Staatsbankrotts begonnen. Vor einigen Wochen wurde noch vermeldet, dass die Finanzen nur bis Ende Februar ausreichen sollten &#8211; jetzt gilt der 8. April als &#8222;Deadline&#8220;. Obwohl Athen bereits die rechtlichen Grundlagen geschaffen hat, um das Geld der Sozialkassen zu pl&#252;ndern, soll ihr das Geld ausgehen. Wie konnte die Regierung so in Bedr&#228;ngnis geraten, nachdem sie noch bei Amtsantritt den endg&#252;ltigen Bruch mit der Sparpolitik versprochen hatte?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit ihrer Wahl tut die Regierung um Alexis Tsipras und Giannis Varoufakis nichts anderes, als ihre Wahlversprechen zu brechen und wie ein Lakai des Imperialismus die Kredite und Zinsen so gef&#228;llig wie m&#246;glich zur&#252;ckzuzahlen. Beispiele f&#252;r gebrochene Wahlversprechen gibt es viele, zu den wichtigsten geh&#246;ren die Nichtanhebung des Mindestlohnes sowie das vertragliche Festhalten an den bereits vorgenommenen Privatisierungen, wie im Fall des Hafens von Pir&#228;us. Am 20. M&#228;rz etwa zahlte sie der Europ&#228;ischen Zentralbank (EZB) eine Kreditrate von 350 Millionen Euro, am gleichen Tag folgte eine Zinszahlung an den Internationalen W&#228;hrungsfonds (IWF) in H&#246;he von 110 Millionen Euro. Wen wundert es da, wenn der Regierung das Geld ausgeht?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Totale Kapitulation&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ebenso trat die Regierung an, um die scheinbar unermessliche Macht der korrupten OligarchInnen zu brechen. Dabei hatte der Finanzminister Varoufakis noch vollmundig angek&#252;ndigt: &#8222;Wir zerschlagen das griechische Oligarchen-System&#8220;. Doch Woche f&#252;r Woche werden mehr Zahlungen f&#228;llig. Sie waren und sind ein Mittel vor allem des deutschen Imperialismus, um die Kontrolle &#252;ber die griechische Wirtschaft zu bewahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Troika mit Deutschland an der Spitze verfolgt ein &#252;bersichtliches Kalk&#252;l: Entweder Athen setzt die Bedingungen der &#8222;Hilfsprogramme&#8220; weiter um und verspricht &#8222;Reformen&#8220; in Form spottbilliger Privatisierungen &#8211; oder der Regierung wird kein Geld mehr geliehen. Damit k&#246;nnte Athen auch pleite gehen und so die &#246;ffentlichen Zahlungen von Renten, Geh&#228;ltern oder Pensionen einstellen. Die Regierung um Tsipras w&#252;rde massiv an Vertrauen einb&#252;&#223;en. Doch dieses perfide Spiel klappt nur, weil Athen folgsam die Schulden zur&#252;ckzahlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Tsipras-Regierung setzt damit das Programm der Kapitulation vor der Troika fort. Diese pr&#252;ft wieder die Athener Staatsfinanzen. Leider spricht nicht viel daf&#252;r, dass die Linkspartei Syriza diesen verr&#228;terischen Kurs beenden wird: Schon in den n&#228;chsten Wochen stehen weitere Zahlungen in H&#246;he von mehreren Milliarden an und die griechische Regierung hat nichts besseres vor als die Gl&#228;ubigerInnen zu &#8222;beruhigen&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Regierung ohne l&#246;sung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon jetzt hat die griechische Regierung zu viele Gelegenheiten liegen lassen, um mit dem Spardiktat Berlins zu brechen. Besonders Alexis Tsipras gibt dieser Tage ein erb&#228;rmliches Bild ab. Nichts ist mehr vom Verbalradikalen zu sehen &#8211; er ist nun der &#8222;Staatsmann&#8220;, der aus Verzweiflung erst nach Berlin zur Abbitte reist, um sodann f&#252;r etwaige Hilfe in den Kreml zu fliegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Regierung ist nur angetreten, um die griechischen Massen zu betr&#252;gen. Die Illusion, dass man mittels Verhandlungen mit der EU eine Auflockerung des Sparprogramms erreichen k&#246;nnte, br&#246;ckelt &#8211; denn nicht einmal die kapitalistische Scheinl&#246;sung des Keynesianismus (St&#228;rkung der Binnennachfrage) wird ihr erlaubt.&lt;br class='autobr' /&gt;
Damit bleibt nur eine realistische Alternative offen: Die Mobilisierung der Massen gegen das Sparprogramm, die Verstaatlichung der Banken und Schl&#252;sselindustrien und die Besetzung und &#204;bernahme der Fabriken unter ArbeiterInnenkontrolle weisen den Weg aus der Krise. S&#228;mtliche Schulden m&#252;ssen ersatzlos gestrichen werden, eine Entsch&#228;digung darf nicht gezahlt werden &#8211; stattdessen soll das Geld f&#252;r Herstellung &#246;ffentlicher Versorgung, Wiedereinstellungen und &#246;ffentliche Lohnerh&#246;hungen verwendet werden. Dazu m&#252;ssen sich die ArbeiterInnen und Unterdr&#252;ckten organisieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Antwort der Klasse&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine schlagkr&#228;ftige, unabh&#228;ngige Organisation der ArbeiterInnenklasse w&#228;re n&#246;tig, um dieses Programm umzusetzen. Sie h&#228;tte die Aufgabe, die Troika zu verjagen und eine ArbeiterInnenregierung zu errichten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Deutschland m&#252;ssen Linke Widerstand gegen das deutsche Regime leisten. Denn anders als die Linkspartei immer wieder behauptet, ist die kapitalistische EU Ursache und nicht l&#246;sung der Misere &#8211; sie muss zerschlagen werden. Die richtige Perspektive sind die Vereinigten Sozialistischen Staaten von Europa. Die aktuelle Trennlinie der deutschen Linken vom Sozialchauvinismus muss die Streichung der Schulden sein. Es sind die Schulden der KapitalistInnen, nicht die Schulden der ArbeiterInnen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
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		<title>Es geht um Anerkennung!</title>
		<link>https://ft-ci.org/Es-geht-um-Anerkennung</link>
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		<dc:date>2015-03-24T09:39:00Z</dc:date>
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		<dc:creator>Alexej Peschkow </dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Movimiento Obrero</dc:subject>
		<dc:subject>Actualidad</dc:subject>
		<dc:subject>Pol&#237;tica</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland </dc:subject>
		<dc:subject>Alemania</dc:subject>
		<dc:subject>Europa del Este</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Nach dem Warnstreik der Angestellten des &#214;ffentlichen Dienstes am 11. M&#228;rz in Berlin gab es letzten Donnerstag einen weiteren Warnstreik in Frankfurt am Main: Dieses Mal streikten die ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen und konnten mit einer lauten Demo auf sich und ihre Forderungen aufmerksam machen. Rund 5.000 Streikende beteiligten sich an der Demo durch die Innenstadt, die am DGB-Haus begonnen hatte. Viele von ihnen blieben auch am Ende und machten mit Parolen deutlich, dass sie f&#252;r h&#246;here l&#246;hne und bessere Arbeitsbedingungen k&#228;mpfen.&lt;br class='autobr' /&gt;
&#8222;Wir sind es wert!&#8220; lautet das Motto von der Gewerkschaft ver.di, die zu den Warnstreiks aufruft. Viele der &#8211; zumeist weiblichen &#8211; ErzieherInnen machten in Gespr&#228;chen klar, dass sie unzufrieden sind mit ihren Arbeitsbedingungen und der niedrigen Anerkennung ihres Berufes. Und das obwohl sie eine gro&#223;e gesellschaftliche Verantwortung tragen und sich um nichts weniger als um die Erziehung der Kinder k&#252;mmern sollen.&lt;/p&gt;

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		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;// In Hessen haben die ersten Warnstreiks der ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen begonnen. Bericht von einem Besuch. //&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Warnstreik der Angestellten des &#214;ffentlichen Dienstes am 11. M&#228;rz in Berlin gab es letzten Donnerstag einen weiteren Warnstreik in Frankfurt am Main: Dieses Mal streikten die ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen und konnten mit einer lauten Demo auf sich und ihre Forderungen aufmerksam machen. Rund 5.000 Streikende beteiligten sich an der Demo durch die Innenstadt, die am DGB-Haus begonnen hatte. Viele von ihnen blieben auch am Ende und machten mit Parolen deutlich, dass sie f&#252;r h&#246;here l&#246;hne und bessere Arbeitsbedingungen k&#228;mpfen.&lt;br class='autobr' /&gt;
&#8222;Wir sind es wert!&#8220; lautet das Motto von der Gewerkschaft ver.di, die zu den Warnstreiks aufruft. Viele der &#8211; zumeist weiblichen &#8211; ErzieherInnen machten in Gespr&#228;chen klar, dass sie unzufrieden sind mit ihren Arbeitsbedingungen und der niedrigen Anerkennung ihres Berufes. Und das obwohl sie eine gro&#223;e gesellschaftliche Verantwortung tragen und sich um nichts weniger als um die Erziehung der Kinder k&#252;mmern sollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wenig Unterst&#252;tzung aus der Politik&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Besonders in den Redebeitr&#228;gen wurde oft betont, dass zwar ausreichend Geld vorhanden sei, um den Finanzsektor mit Geld zu &#252;berfluten &#8211; rund 60 Milliarden seitens der Europ&#228;ischen Zentralbank (EZB) pro Monat! &#8211;, gleichzeitig aber kein Geld vorhanden sei, um die sozialen Berufe aufzuwerten. Gerade ErzieherInnen verdienen als BerufseinsteigerInnen gerade mal rund 2.200 Euro brutto! Auf der anderen Seite wird von ihnen verlangt, dass sie zu jeder Zeit nur das Beste f&#252;r die Kinder tun und sie optimal erziehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der niedrige Lohn steht in einem krassen Gegensatz zur sozialen Erwartungshaltung und Anforderung an die ErzieherInnen. Auch die Arbeitsbedingungen sind weit mehr als verbesserungsw&#252;rdig: wenn KollegInnen wegen Krankheit ausfallen, kommt doppelte Arbeit auf eine ErzieherInnen zu, da kein Ersatz vorhanden ist, sie aber dennoch alle Kinder versorgen m&#252;ssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deshalb war ein Streik l&#228;ngst notwendig geworden, denn die derzeitige Situation kann nicht einfach so weiter gehen. Offensichtlich interessiert die PolitikerInnen die Arbeitsbedingungen der ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen zwar wenig, doch das wird sich mit jedem Streik &#228;ndern. Schon an diesem Warnstreik gab es von studentischer Seite Solidarit&#228;t in Form eines Banners. Ausgesprochen auf diese solidarische Aktion betonten die ErzieherInnen, wie wichtig es sei, dass &#8222;ihr hier seid und mit uns k&#228;mpft&#8220;. Genau das muss auch von anderen Sektoren der Gesellschaft ebenso kommen, denn wir alle haben ein Interesse in die Erziehung der Kinder.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kampf hat gerade erst begonnen!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen wissen, dass ihnen ein langer Kampf bevorsteht. Deshalb war es ein gutes und vor allem ein k&#228;mpferisches Zeichen, dass sie viele KollegInnen f&#252;r den Streik organisieren konnten. Eine ErzieherInnen erz&#228;hlte, dass sie an dem Tag aufgrund des Arbeitskampfes nun Gewerkschaftsmitglied geworden ist. Auch das ist ein gutes Signal, denn es braucht einen hohen Organisationsgrad an Besch&#228;ftigen, um einen Arbeitsk&#228;mpfen generell und wie diesen so stark wie m&#246;glich zu f&#252;hren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Desinteresse der PolitikerInnen zeigt auch die fehlenden Bereitschaft der Herrschenden, den Sozial- und Erziehungsdienst gerecht und angemessen zu entlohnen. W&#228;hrend Millionen an Euro f&#252;r den Polizeieinsatz und den Schutz der Er&#246;ffnung der EZB scheinbar jederzeit verf&#252;gbar sind, fehlt es angeblich an Haushaltmitteln f&#252;r die Besch&#228;ftigen. Das ist die schamlose und arrogant Begr&#252;ndung des hessischen Innenministers Peter Beuth (CDU).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch das wollen die KollegInnen nicht akzeptieren und wehren sich dagegen auf der Stra&#223;e und sind entschlossen, ihre Forderungen durchzusetzen. l&#228;ngst &#252;berf&#228;llig, dass dieser Arbeitskampf begonnen wurde und noch viel verst&#228;ndlicher, dass die KollegInnen ihre Forderungen durchgesetzt bekommen sollten. Gemeinsam mit ihnen m&#252;ssen wir diesen Kampf f&#252;hren und sie mit aller Kraft unterst&#252;tzen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
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		<title>Nach Minsk II und Debalzewe</title>
		<link>https://ft-ci.org/Nach-Minsk-II-und-Debalzewe</link>
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		<dc:date>2015-02-24T07:20:00Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Alexej Peschkow </dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Actualidad</dc:subject>
		<dc:subject>Pol&#237;tica Internacional</dc:subject>
		<dc:subject>An&#225;lisis</dc:subject>
		<dc:subject> RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland </dc:subject>
		<dc:subject>Europa del Este</dc:subject>
		<dc:subject>Ucrania</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;// Was ist das zweite in Minsk ausgehandelte Waffenstillstandsabkommen wert? // &lt;br class='autobr' /&gt;
Bis vor wenigen Tagen kannte kaum ein Mensch die Stadt Debalzewe, welche zwischen den beiden SeparatistInnenhochburgen Donezk und Lugansk im Osten der Ukraine liegt. Die Kleinstadt ist jedoch ein wichtiger Knotenpunkt des Eisenbahnverkehrs, weshalb sie so stark umk&#228;mpft war. Bis zu 8.000 SoldatInnen der ukrainischen Streitkr&#228;fte sollen zwischenzeitlich dort eingekesselt worden sein und sich trotz dem zweiten (&#8230;)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://ft-ci.org/RIO-Revolutionare-Internationalistische-Organisation-Deutscheland" rel="tag"&gt; RIO (Revolution&#228;re Internationalistische Organisation), Deutschland &lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://ft-ci.org/Europa-del-Este" rel="tag"&gt;Europa del Este&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://ft-ci.org/Ucrania" rel="tag"&gt;Ucrania&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://ft-ci.org/local/cache-vignettes/L150xH94/arton8930-9f1b6.jpg?1696420413' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='94' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;// Was ist das zweite in Minsk ausgehandelte Waffenstillstandsabkommen wert? //&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis vor wenigen Tagen kannte kaum ein Mensch die Stadt Debalzewe, welche zwischen den beiden SeparatistInnenhochburgen Donezk und Lugansk im Osten der Ukraine liegt. Die Kleinstadt ist jedoch ein wichtiger Knotenpunkt des Eisenbahnverkehrs, weshalb sie so stark umk&#228;mpft war. Bis zu 8.000 SoldatInnen der ukrainischen Streitkr&#228;fte sollen zwischenzeitlich dort eingekesselt worden sein und sich trotz dem zweiten Waffenstillstandsabkommen &#8222;Minsk II&#8220; noch heftige Gefechte geliefert haben, ehe sie die Stadt r&#228;umen mussten, um einen wichtigen Teil ihrer ohnehin schon geschw&#228;chten Armee zu retten. Dennoch gerieten viele auch in Gefangenschaft und werden nun in den Medien der SeparatistInnen als reuige SoldatInnen pr&#228;sentiert, die die Kiewer F&#252;hrung kritisieren und einen Frieden mit dem &#8222;gro&#223;en Brudervolk&#8220; anstreben. Die fast v&#246;llig zerst&#246;rte Stadt ist nun unter Kontrolle der prorussischen SeparatistInnen. Damit konnten sie seit dem letzten Minsker Abkommen weitere Landgewinne verzeichnen und stehen im S&#252;dosten des Landes auch vor der Stadt Mariupol, welches die letzte gr&#246;&#223;ere Stadt vor der Krim ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein schon totes Abkommen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eben diese Stadt am Asowschen Meer war es auch, die Angela Merkel und Fran&#231;ois Hollande dazu bewegten, so schnell wie m&#246;glich mit dem ukrainischen Pr&#228;sidenten Petro Poroschenko sowie seinem russischen Pendant Wladimir Putin &#252;ber ein neues Waffenstillstandsabkommen zu verhandeln &#8211; nachdem das letzte im Herbst 2014 ausgehandelte Abkommen nach dem Raketenbeschuss der Hafenstadt offensichtlich zur Makulatur wurde. Mehrmals sollen die Verhandlungen kurz vor dem Scheitern gestanden haben. Am Ende gelang es allen Parteien zwar nicht einmal mehr eine gemeinsame Pressekonferenz abzuhalten, jedoch konnte nach einem 17-st&#252;ndigen Verhandlungsmarathon eine l&#246;sung pr&#228;sentiert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese l&#246;sung sah eine Feuerpause ab dem 15. Februar um 24 Uhr sowie einen schrittweisen Abzug schwerer Waffen auf beiden Seiten vor. Voraussetzung hierf&#252;r sollte eine gegenseitige Pufferzone mit jeweils 50 km auf beiden Seiten sein. W&#228;hrend sodann zu gro&#223;en Teilen der Frontlinie das Feuer beendet wurde &#8211; nicht ohne bis dahin so viel wie m&#246;glich geschossen zu haben, &#8211; ging der erbitterte Kampf um Debalzewe weiter. Und das mit einer H&#228;rte, die bisher unbekannt war in diesem Kriege &#8211; abgesehen vom &#228;hnlich umk&#228;mpften Donezker Flughafen ab, welcher nun ebenfalls komplett zerst&#246;rt und in H&#228;nden der SeparatistInnen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beide Seiten hatten schon nach dem ersten Abkommen im September 2014 kein gegenseitiges Vertrauen oder Hoffnung auf einen baldigen Frieden. Auch nach diesem neuen Abkommen traten sie sehr pessimistisch auf. Es stellt sich die Frage, ob nicht auch dieses Abkommen bereits gescheitert ist. Die ukrainische Seite ging mit einer klaren Niederlage aus den Verhandlungen und dem Kampf um Debalzewe hervor, wo sie gegen Menschen verlor, die angeblich &#8222;gestern noch Bergarbeiter oder Traktorfahrer waren&#8220; &#8211; so Wladimir Putin, der sich auch als Sieger der Verhandlungen f&#252;hlte, da die SeparatistInnen mit russischer Hilfe in der Lage waren, milit&#228;rische Fakten zu schaffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beide Seiten sind unzufrieden und habe den Willen weiterzuk&#228;mpfen. Auf ukrainischer Seite bekommt die Kiewer Regierung besonders von rechts massiven Druck, wo auf eine milit&#228;rische l&#246;sung samt einer weiteren Mobilmachung und der Verh&#228;ngung des Kriegsrechts gepocht wird. Die SeparatistInnen dagegen haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie weitere St&#228;dte wie Charkiw oder Dnjepropetrowsk &#8222;befreien&#8220; wollen, da auch dort ein gro&#223;er Anteil an russischsprachigen Menschen vorliegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Eine diplomatische l&#246;sung?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum wurden &#252;berhaupt so lange Verhandlungen gef&#252;hrt, da der Konflikt offensichtlich nicht am Verhandlungstisch sondern auf dem Schlachtfeld entschieden wird? Es ist besonders die deutsche Seite, die eine diplomatische l&#246;sung sucht, oder zumindest damit (vorerst) den Konflikt einfrieren will. So ist auch Merkel bisher gegen Waffenlieferungen oder eine weitere Aufr&#252;stung der Kiewer Armee durch die NATO. Damit wird gleichzeitig die milit&#228;rische &#204;berlegenheit der SeparatistInnen samt ihrer russischen Schutzmacht anerkannt und mit z&#228;hen diplomatischen Verhandlungen versucht Zeit zu gewinnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Bed&#252;rfnis eines Waffenstillstandes entspringt dem deutschen Regime nicht aus einem &#8222;humanit&#228;ren&#8220; oder pazifistischen Geist, sondern aus &#246;konomischen und geopolitischen Interessen. Das Kiewer Regime wird daf&#252;r zum Beispiel mithilfe des Internationalen W&#228;hrungsfonds (IWF) mit Krediten zugesch&#252;ttet, jedoch gegen die Zusage von harten Sparma&#223;nahmen, die letztes Jahr etwa zu einer Verdoppelung der Wohnnebenkosten f&#252;hrten. Zugleich zeigten Merkels Verhandlungen das deutsche Bestreben immer st&#228;rker aus dem Schatten der USA zu treten. Statt Obama war es Merkels wichtigster europ&#228;ischer Verb&#252;ndeter, Fran&#231;ois Hollande, der mit ihr bei den Verhandlungen auftrat.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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